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Belletristik

RMuenzer_Buchcoverenate Münzer, Meeresstimme

Wie die Kraft des Ozeans zieht der Roman den Leser in seinen Bann. „Meeres Stimme“ erzählt von Liebe, Verlust, Trauer und dem Weg zurück ins Leben.
Was macht eine Opernsängerin ohne ihre Stimme? Für S bestand das Leben immer nur aus Musik. Menschen und Natur in Tönen wahrzunehmen war ihre große Gabe. Aber auf einmal bleibt alles still in ihr. Den Beruf und das alte Leben in München hinter sich lassend, sucht sie in der Abgeschiedenheit der Bretagne nach einem Neubeginn. Doch nicht einmal der Klang ihres geliebten Meeres vermag ihr die Töne wiederzubringen. Die Begegnung mit einem alten Bretonen, ihre zögerliche Freundschaft und die mysteriösen Umstände seines Todes konfrontieren S mit einer Tragödie in ihrem Leben, die sie viel zu lange unter Verschluss gehalten hat. Während Gegenwart und Vergangenheit wie im steten Wechsel der Gezeiten ineinanderfließen, ringt S mit dem Schmerz der Erinnerung und um ihren Verstand …
Renate Münzer, Meeresstimme, Schardt Verlag (www.schardtverlag.de), Broschur,
247 Seiten, ISBN 978-3-89841-652-8, 12,80 Euro.

 

Karl Hemeyer, Olympia 1936Karl Hemeyer, Olympia 1936

Flott geschrieben und unterhaltsam zu lesen.
Im August 1946 erreichen die ersten Lebensmittel-Lieferungen amerikanischer Bürger die Bremer Häfen. Doch wie kam es zu dieser bis dahin größten Hilfsaktion der Weltgeschichte? Karl Hemeyer gibt in seinem Roman eine sowohl unterhaltsame wie interessante Antwort. Was tut man wenn man seine Ziele und Vorstellungen in der Heimat nicht realisieren kann? Vor diesen Problemen stehen plötzlich die Brüder David und Harro Stern aus Wesermünde (heute Bremerhaven) nach ihrer Rückkehr von den Olympischen Spielen 1936 in Berlin. Als Journalisten für das Nordsee-Magazin verbrachten sie dort eine aufregende Zeit und schlossen Freundschaft mit dem Stadionsprecher Henri Nannen, der Regisseurin Leni Riefenstahl und dem afroamerikanischen Sprinter Ralf, einem Teamkollegen von Jesse Owens. Eine ereignisreiche Zukunft vor Augen hatten sie sich eigentlich vorgenommen nun gemeinsam den vom Vater gegründeten Verlag zu übernehmen und auszubauen. Doch dann kam alles anders Durch Verfolgung und Flucht, dann durch den Krieg und Gefangenschaft werden die ungleichen Brüder und ihr eigenwilliger Vater jäh auseinander gerissen. Trotz der ständig drohenden, wechselnden Gefahren und damit verbundenen tragischen Schicksalsschlägen, teilweise aber auch freudigen Ereignissen verlieren sie ihr neues Ziel, sich und ihren Vater einmal wiederzusehen, niemals aus den Augen. Vor diesem historischen Hintergrund entfaltet sich die spannende, mitunter abenteuerliche Erzählung über die Brüder Stern, deren Schicksal von Beginn an fesselt, denn dem Autor gelingt es durch seinen kurzweiligen, temporeichen, bildhaften Erzählstil und den Gebrauch von Dialekten den Lesern seine Figuren ganz nahe zu bringen.
Karl Hemeyer, Olympia 1936, Acabus Verlag (www.acabus-verlag.de), Paperback,
336 Seiten, ISBN 978-3-941404-50-2, 15,90 Euro.

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