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Heimat

Lesebuch_2Göttler/Jooß/Schweiggert (Hrsg.), Das große bayerische Lesebuch - 50 Jahre Münchner Turmschreiber

Im Jahr 1959 - also vor fünfzig Jahren – wurden im Isartorturm, der das Valentin-Musäum beherbergt, die Münchner Turmschreiber gegründet. Diese Autorenvereinigung hat seither nicht nur viele Wandlungen erlebt, sondern auch die bayerische Literatur maßgeblich geprägt. Dafür stehen große Namen wie
Ernst Hoferichter und Kurt Wilhelm, Franz Ringseis und Willy Purucker, Herbert Rosendorfer und Asta Scheib.

Im Jubiläumsbuch sind alle Turmschreiber vertreten. Viele haben sich an der Anthologie mit Originalbeiträgen beteiligt, von anderen wurden unvergessene, bereits klassische Texte aufgenommen. Die Auswahl erfolgte durch das Dreier-Präsidium der Turmschreiber: Norbert Göttler, Erich Jooß und Alfons Schweiggert. Nirgendwo sonst begegnet die bayerische Literatur ihren Lesern so vielfältig und lebendig wie hier. Das Lesebuch überrascht auf jeder Seite. Es ist amüsant und lustig, nostalgisch und zeitkritisch. Alle bayerischen Sprachlandschaften kommen zu Wort – und im essayistischen Teil auch unbequeme Themen wie die letzten Hexenbrände oder Hitlers „Mutterl.“ Eine unerschöpfliche Fundgrube der bayerischen Literatur für Kenner und Liebhaber.
Das große bayerische Lesebuch - 50 Jahre Münchner Turmschreiber, herausgegeben von Norbert Göttler, Erich Jooß und Alfons Schweiggert, mit Illustrationen von Klaus Eberlein, Sankt Michaelsbund (www.st-michaelsbund.de), 384 Seiten, fest geb., mit Banderole, ISBN 978-3-939905-35-6, 19,90 Euro.

 

 

So lebte man im IsartalSo lebte man im Isartal
Die Geschichte der Familie Bauer vom
16. bis zum 19. Jahrhundert von Dorle Gribl

Es beginnt mit einer wundersamen Rettung aus einer unheilvollen Lage: „Michael Bauer aus Wahlstatt / [...] bekennt /daß er ein Dorn acht Tag in dem rechten Aug gehabt hab / welche ihme niemand hat herauß ziehen mögen“. Die erste Erwähnung der Familie Bauer im Isartal, wie sie ein Mirakelbuch für das Jahr 1511 festhält, zeigt eine heute unvorstellbare Situation: Schmerzen, Krankheit und Gebrechen in einem Zeitalter ohne jegliche medizinische Versorgung und Aussicht auf fachkundige Heilung.
Das Leben im Isartal – Idylle oder hartes Landleben? Anhand der Geschichte einer Bauernfamilie beschreibt Dorle Gribl über einen Zeitraum von vier Jahrhunderten Alltag und Lebensverhältnisse im Isartal. Durch akribische Suche in Archiven und in der zeitgenössischen Literatur gelang es der Autorin, die bäuerliche Lebenswelt der Familie Bauer in den Dörfern Walchstadt, Icking und Irschenhausen mit ihren Licht- und Schattenseiten wiederzuerwecken. Mit reichem Bildmaterial versehen, folgt das Buch auf spannende Weise neun Generationen der Bauers durch Kriege, familiäre Schicksalsschläge und alltägliche Sorgen: von der ersten urkundlichen Erwähnung 1511 bis zum Erlöschen des Isartaler Familienzweigs im Jahr 1911.
Dorle Gribl studierte Kunstgeschichte, Volkskunde und Psychologie. In ihrer kunsthistorischen Doktorarbeit beschäftigte sie sich mit dem Thema „Villenkolonien in München und Umgebung. Der Einfluss Jakob Heilmanns auf die Stadtentwicklung“. Als Autorin verfasste sie lokalgeschichtliche Sachbücher, Firmenchroniken und die drei Bände der „Spurensuche im Münchner Süden“, eine Schilderung der Jahre 1933 bis 1945 in den Stadtteilen Solln, Obersendling, Thalkirchen, Forstenried und Fürstenried. Dorle Gribl ist im Realgymnasium Icking zur Schule gegangen und wohnt im Münchner Süden.
Dorle Gribl, So lebte man im Isartal, Volk Verlag (www.volkverlag.de), 160 Seiten,
gebunden mit zahlreichen Abbildungen, ISBN 978-3-937200-54-5, 14,90 Euro.

 

 

HOE_TitelklFritznbauer von Zimmerau erstellt Kapellenbuch
für Pfarrei Oberaudorf

Oberaudorf (hö) – Johann Kloo, Fritznbauer von Zimmerau in der Gemeinde Oberaudorf hat sich schon vielfach für den Erhalt und für die Erinnerung alter Einrichtungen und Gepflogenheiten in seiner Heimatgemeinde eingesetzt. In schriftlichen Abfassungen und tatkräftigen Einsätzen hat er sich bislang vor allem um landwirtschaftliche Raritäten wie zum Beispiel für den musealen Futterstadel bemüht. Nunmehr hat er zusammen mit der Mesnerin Traudl Musik, die mit ihrer Kamera die beschriebenen Objekte auch im Detail festhielt, einen Bildband „Kapellen in unserer Pfarrei Oberaudorf“ herausgegeben.
Auf über 60 Seiten werden in schöner Zusammenstellung die vielen kirchlichen Kleinode der Pfarr- und Berggemeinde Oberaudorf festgehalten. In seinem erklärenden Vorwort schreibt Johann Kloo unter anderem: „Im Mittelpunkt unseres kirchlichen Lebens stehen in Oberaudorf unsere Pfarrkirche „Zu unserer lieben Frau von Audorf“ und in Niederaudorf die Kirche St. Michael und die Karmeliten-Klosterkirche in Reisach. Mit diesem Bildband möchte ich aber in erster Linie auf die vielen Kapellen und kleineren Kirchen in unserem Gebiet aufmerksam machen. Das Leben vom 16ten bis zum19ten Jahrhundert war stark vom Katholischen Glauben und von der Gemeinschaft der Pfarrkirchen geprägt. Für die Bergbauern, die oft einen sehr weiten Weg von einer Stunde und mehr zur Ortskirche hatten, war es oft äußerst schwierig, zum sonntäglichen Gottesdienst zu kommen. Besonders natürlich in der Winterzeit und für diejenigen, die nicht gut zu Fuß waren. Darum bauten sich sehr viele Bergbauern eine eigene Kapelle. Diese meist kunstvollen Bauwerke waren immer so groß gebaut, dass die Familie darin Platz fand und sie wurden mit Altar, Kniebänken, Heiligen Figuren und vieler prachtvoller Malerei- oft mit biblischen Darstellungen und Kreuzwegbildern – ausgestattet. So konnten auch alte und kranke Leute, schwangere Frauen und solche mit kleinen Kindern in der eigenen Kapelle beten und so die täglichen Sorgen des Bergbauernlebens für eine kurze Zeit durch eine Andacht vergessen. Leider können wir heute nicht mehr genau feststeHOE_HansKloo-klllen, wer die Maler und Handwerker waren, die diese Kapellen-Kunstwerke schufen. Aber aus den Bergbauernfamilien kamen viele Künstler, so wie in etwa die Seebacher, die Rechenauer, die Behamgruber, die Dientzenhofer und die Hausstätter, die durch ihr geschicktes Können einen hohen Bekanntheitsgrad im Kapellen- und Kirchenbau sowie in der Malerei erreichten. Die geschnitzten Holzfiguren dürften jedoch die meisten aus Südtirol stammen. Auch in unserer Zeit sind noch einige Kapellen erbaut worden.“ – so Johann Kloo, der sich ausdrücklich bei allen Kapellenbesitzern für ihre bereitwillige und umfangreiche Auskunft bedankte. Insgesamt werden in der Broschüre 36 Kapellen abgebildet und beschrieben.
Erhältlich ist das Büchlein „Kapellen in unserer Pfarrei Oberaudorf“ bei Johann Kloo, Zimmerau 1, 83080 Oberaudorf, Tel. 08033-2276 oder im Kuramt von Oberaudorf, Tel. 08033/ 30120,
email info@oberaudorf.de. Der Preis beträgt 7 Euro zuzüglich
1,50 Euro Versandkosten.

 

Buchvorstellung vor der Doagl-Alm: vorne von links: Otto Dufter, Landesvorsitzender des Bayerischen Trachtenverbandes, Hilde Dufter, Trachtenwartin des Chiemgau-Alpenverbandes, Ingwer Paulsen, Gf vom Husum-Verlag, Uli Landsherr, Marianne Steindlmüller, Bürgermeisterin von Frasdorf und Vorstand Peter Ludwig vom Trachtenverein Almrausch-Stamm in München. Foto: Hötzelsperger
Buchvorstellung vor der Doagl-Alm: vorne von links: Otto Dufter, Landesvorsitzender des Bayerischen Trachtenverbandes, Hilde Dufter, Trachtenwartin des Chiemgau-Alpenverbandes, Ingwer Paulsen, Gf vom Husum-Verlag, Uli Landsherr, Marianne Steindlmüller, Bürgermeisterin von Frasdorf und Vorstand Peter Ludwig vom Trachtenverein Almrausch-Stamm in München. Foto: Hötzelsperger

Uli Landsherr, Trachtler - schee boarischUli Landsherr, Trachtler - schee boarisch

Samerberg/Bayern (hö) – Impressionen von Trachtlern, Umzügen und Brauchtumsfesten im bayerischen Jahreslauf hat der Münchner Fotograf Uli Landsherr ein paar Jahre gesammelt und nunmehr in Buchform gebracht. Herausgegeben wurde das Buch mit dem Titel „Trachtler – schee boarisch“ von der norddeutschen Verlagsgruppe Husum, die schon viele bayerische Bild- und Sachbücher herausgegeben hat und die derzeit rund 1.800 Buchtitel im Sortiment hat. Auf fast 120 Farbseiten zeigt Uli Landsherr unter anderem einzigartige Bilder von Leonhardiritten, vom Fischerstechen in Seehausen, vom Palmsonntag in Jachenau, vom Maibaum-Aufstellen in verschiedenen Orten sowie vom Fingerhakln, Platteln, Dirndldrahn und Goaßlschnoizn. Allen bayerischen Regionen stattete Landsherr mit seiner Kamera einen Besuch ab. In gedruckten Grußworten danken Otto Dufter als Landesvorsitzender des Bayerischen Trachtenverbandes und Marianne Steindlmüller als Trachtlerin und Bürgermeisterin von Frasdorf, dass der Fotograf und die Herausgeber ein wirklich feines Gespür für die Trachtensache und für das Detail zum Ausdruck bringen. Das Buch „Trachtler – schee boarisch“ wurde mit Weisen der Jungen Samerberger Musikanten auf der Doagl-Alm am Samerberg erstmals der Öffentlichkeit vorgestellt. Dabei dankte Geschäftsführer Ingwer Paulsen vom Husum-Verlag allen Beteiligten für ihre zum farblichen Ausdruck gebrachte Heimatliebe. Zu den Gästen bei der Buchvorstellung gehörten auch Otto Dufter, Marianne Steindlmüller sowie Peter Ludwig als Vorstand des Trachtenvereins „Almrausch-Stamm“ vom Isargau in München. Das Buch „Trachtler – schee boarisch“ ist ab sofort zum Preis von 19.95 Euro im Buchhandel, beim Husum-Verlag
(www.husum-verlag.de), Telefon 04841-8352-0 sowie bei der Gäste-Information Samerberg in Törwang, Telefon 08032-8606 erhältlich, ISBN-Nummer des Buches: 978-3-89876-413-1. Weitere Informationen: Fotograf Ulrich Landsherr, Tel. 089-344856.

Ingwer Paulsen vom Husum-Verlag, Fotograf Uli Landsherr und Landesvorsitzender Otto Dufter. Foto: Hötzelsperger
Ingwer Paulsen vom Husum-Verlag, Fotograf Uli Landsherr und Landesvorsitzender Otto Dufter.
Foto: Hötzelsperger

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