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München Portrait 3 - Peter Weismann, Apostolos Malamoussis
Informativ, spannend, wahrhaftig, lesenswert und keine Erfindung, sondern das wahre Leben eines Mannes, der die Menschen berührt mit seiner Güte: Apostolos Malamoussis (*1947) verbrachte Kindheit, Jugend und Studienjahre in Griechenland. Seit 1972 lebt er in Deutschland und dient seit 1982 mit unglaublicher Hingabe, sozialem und gesellschaftspolitischem Engagement der griechisch-orthodoxen Gemeinde in München. Am 8. Mai erschien jetzt anlässlich der Wiedereröffnung (nach umfassender Sanierung) der seit 1829 als "Griechische Kirche zum Erlöser" ernannten Salvatorkirche im Kreuzviertel der Altstadt das Portrait des Erzpriesters. Das Netz seiner Beziehungen ist feinmaschig ... Weit über die vielen Empfänge, Veranstaltungen und Arbeitstreffen im kirchenpolitischen und kulturellen Rahmen hinaus findet man Vater Apostolos auch als Fußballpatrioten im Talar unter den Fans, die auf der Leopoldstraße den Sieg Griechenlands bei der Europameisterschaft 2004 feiern, als Stadtteilbewohner bei der Eröffnung des Richard-Strauss-Tunnels, als Kunstsinnigen bei Ausstellungseröffnungen, als Genussesser beim Segnen einer Sushibar, die ein Grieche eröffnet hat, als Weltbürger im Amerikahaus unter den tausend Gästen der Party zu Barack Obamas Wahlsieg und an vielen Orten mehr. Christian Ude, der Münchner Oberbürgermeister, ist angesichts der Allgegenwärtigkeit von Vater Apostolos in der Münchner Gesellschaft überzeugt, dass sich der Erzpriester habe klonen lassen ... Peter Weismann arbeitet als Ghostwriter für Biografien und Unternehmensgeschichten, schreibt Reportagen und ist als Herausgeber, Lektor und Redakteur tätig. "Ich hätte gerne alle Geschichten, die mir auf meiner Recherche über Vater Apostolos erzählt wurden, ins Wort gesetzt. Dieses Portrait ist eine Momentaufnahme von der Persönlichkeit des Erzpriesters. Um sie auszuleuchten, waren all die Gespräche und Auskünfte wichtig, die mir so bereitwillig gegeben wurden." München Portrait 3 - Peter Weismann, Apostolos Malamoussis, München Verlag (www.muenchenverlag.de), 144 Seiten mit vielen Farbfotos, ISBN 978-3-937090-48-1, 16,80 Euro.
 Weitere empfehlenswerte Bücher vom selben Verlag: “Gernot Brauer, München – Laim, Ein Stadtteil in 24 Stunden“, “Alexander Langheiter, Linda Märkl und Johann C. Bentele, Münchens Auer Dult“ und „Jean Luis Schlimm, Ludwig II – Traum und Technik“
Der Biergartenführer - Neuauflage 2009 Streng nach dem Reinheitsgebot: Echte Biergärten in München und Umgebung
Wenn es endlich Sommer wird und das Bier wieder mit Henkeln daherkommt, dann wird München so münchnerisch wie es sonst nirgends mehr ist: Oktoberfeste, Glockenspiele, Lodenhosen gibt’s inzwischen auf der ganzen Erde. Doch ein Münchner Biergarten an einem warmen Sommerabend ist einmalig auf der Welt, das ist unwiederholbar, nicht verpflanzbar, das ist Münchens ureigenstes Lebensgefühl und darum beneidet uns der Rest der Menschheit. Seit 1996 gibt es den Biergartenführer. In nunmehr sechs Auflagen wurde er zum mit Abstand erfolgreichsten Produkt seiner Art. Warum? Weil das Buch ehrlich ist, den Wirten nicht nach dem Mund redet und weil es für die Grundpfeiler der Biergartenkultur kämpft: Brotzeit mitbringen, Holztische und Selbstbedienung. Und das Schönste dabei: Es werden immer mehr Biergärten. 1996 verzeichneten wir 64 echte Biergärten in und um München. Heute sind es 84. Die sechste Auflage des Biergartenführers ist durchgehend aktualisiert und erweitert. Das war auch nötig, denn ständig öffnen neue Biergärten, ändern sich Öffnungszeiten, Schmankerl oder MVV-Anbindung. Anselm Bilgri, der frühere Cellerar von Kloster Andechs, läutet mit einem Gustostückerl zu Beginn des Buches den Biergartensommer ein. Im handlichen Taschenformat bietet die Neuauflage jetzt 84 authentische Schankoasen in und um München. Auf 200 Seiten versammeln sich hier die wirklich echten Biergärten und nur diese. Denn nicht überall, wo Biergarten draufsteht, ist auch Biergarten drin. Keine Chance haben in diesem Buch möblierte Gartenterrassen samt Kellner, der Carpaccio an Trüffelsauce serviert. Was ist sonst passiert in den letzten Jahren? Der erste Münchner Biergarten in Jahrzehnten, der sang- und klanglos plattgewalzt wurde - auf ihm entsteht gerade eine großspurige Straßenkreuzung. Neue Biergärten vom Wiesn-Eingang bis zum Ammersee. Die Halbe Hell hält Einzug in fast alle Biergärten. So echt wie die Biergärten sind auch die Autoren: Drei gebürtige Münchner als Experten in Sachen leben und leben lassen sowie ein Nordlicht als neutraler Beobachter bayerischer Lebensfreude. Sie testeten alle Biergärten neutral und anhand objektiver Maßstäbe. Der Biergartenführer stellt die Kastanienoasen in und um München übersichtlich zusammen. Er passt in die Jackentasche, ins Handschuhfach oder auf den Gepäckträger. Statt Kastanienbäume aus verschiedenen Blickwinkeln abzubilden, konzentriert sich der Biergartenführer auf präzise Informationen über: Adresse, Öffnungszeiten, Anfahrt per MVV, Parkmöglichkeiten, Sitzplätze, Schmankerl und Spielplätze für Kinder. Und natürlich wurde an die vielen Radler gedacht: Sie erhalten Tipps und Übersichtskarten, wie man am besten von einem Biergarten zum nächsten kommt. Was es sonst noch rund um die Biergärten zu sehen und zu tun gibt, das zeigen die Freizeit-Tipps zu jedem Biergarten. Humorvolle Cartoons runden die Beschreibung ab. Herausgekommen ist ein Buch für einen rundum gelungenen Biergartensommer. Der Biergartenführer ist ab sofort zum Preis von € 4.90 im Buch- und Zeitschriftenhandel erhältlich sowie über die Alois-Knürr Verlags GmbH, München (www.knuerr-verlag.de, Tel. 089 / 43 76 61 00), ISBN: 978-3-928432-44-3, 4.90 Euro.
Monika Lerch-Stumpf, Neue Paradiese für Kinosüchtige
Kenntnisreich, unterhaltsam und üppig illustriert mit wunderbaren Fotos aus der Münchner Kino- und Filmwelt, schildert das Buch die Geschichte der Münchner Filmtheater von den Trümmerjahren bis heute. Es setzt damit den erfolgreichen ersten Band der Kinogeschichte »Für ein Zehnerl ins Paradies« fort. Monika Lerch-Stumpf, Neue Paradiese für Kinosüchtige, Hochschule für Fernsehen und Film – HFF München im Dölling und Galitz Verlag (www.dugverlag.de), 320 Seiten, 320 Farb- und s/w-Abb., ISBN 978-3-937904-75-7, 29,80 Euro.
Reinhard Hübner, Münchner Fußball Gschichtn – Menschen, Mythen und Momente
Fußball in München, das ist mehr als der FC Bayern, der TSV 1860. Der Fußball in München hat viele Facetten, er hat der Stadt große Momente beschert, unvergessliche Festtage. Er hat Stars hervorgebracht wie Franz Beckenbauer, großartige Fußballer wie Katsche Schwarzenbeck, zuletzt Philipp Lahm, aber auch Idealisten geboren, die sich mit Leidenschaft und Herz für die Sache eingesetzt, die Vereine aus dem Nichts nach oben geführt haben, die mit dem Fußball die Jugend fördern, ihr Ziele und Werte vermitteln, mehr für Integration und Völkerverständigung tun als viele Modelle der Politik. Wie riesig das Spektrum des Münchner Fußballs ist, das will das Buch „Münchner Fußball Gschichtn – Menschen, Mythen und Momente“ zeigen, das jetzt in der Knürr Verlags GmbH in München erschienen ist. Der Journalist und Autor Reinhard Hübner, ein profunder Kenner der Szene, erzählt darin Geschichten aus dem Fußball, über den Fußball und vor allem über jene Menschen, die den Fußball in München leben. In Zusammenarbeit mit dem Bayerischen Fußball-Verband hat Hübner auch Leute gefunden, die den Fußball in München mitgeprägt haben, nicht immer an vorderster Front wie Petar Radenkovic, Katsche Schwarzenbeck oder jetzt Philipp Lahm, sondern oft im Hintergrund gewirkt haben. Da ist zum Beispiel Franz Leder, der beim TSV Milbertshofen mit dem Fußball jungen Menschen aus sozialen Brennpunkten eine Perspektive gibt, da ist Rüdiger Heid, der mit seinem Straßenfußball-Projekt „Bunt kickt gut“ junge Migranten aus der Isolation geholt, ihnen über den Fußball die Möglichkeit gegeben hat, sich in der neuen, fremden Welt zurechtzufinden. Wir treffen Roswitha Bindl, die Pionierarbeit geleistet hat für den Frauenfußball in München, Cemal Günes, der einst am sensationellen Aufstieg des Gastarbeitervereins SV Türk Gücü bis fast in die 2. Liga maßgeblich beteiligt gewesen ist. Wir kehren zurück an mythische Orte, an den kleinen Sandplatz, auf dem Franz Beckenbauers die Basis für seine spätere Weltkarriere gelegt an, ins Grünwalder Stadion, das so viele Geschichten aus der Münchner Fußball-Historie erzählt, in die faszinierende Architektur des Olympiastadions, wo Gerd Müller seine Tore geschossen und der Fußball seinen Quantensprung erlebt hat. Es ist ein bunter Streifzug durch die Gegenwart und die Geschichte des Fußballs in München, der auch die nicht vergisst, die ganz unten arbeiten, an der Basis, in den kleinen Vereinen, die für viele mehr als nur ein Fußballklub, die ein Stück Heimat sind. In diesem Buch finden sich alle wieder, die, die sich von der Faszination Bundesliga fesseln lassen, aber auch jene, die gerne auch hinter die Kulissen schauen, Menschen kennen lernen wollen, für die Fußball viel mehr bedeutet als nur ein 1:0. Der Bayerische Fußballverband widmet dieses Buch der Landeshauptstadt München, anlässlich des 850. Gründungsfestes. Reinhard Hübner, Münchner Fußball Gschichtn – Menschen, Mythen und Momente, Alois Knürr Verlags GmbH (www.knuerr-verlag.de), Herausgeber: Bayerischer Fußball Verband e.V., 144 Seiten mit 70 Farb- und s/w Bilder, ISBN 978-3-928432-42-9, 12,90 Euro.
Simone Hirmer / Marcel Schellong (Hrsg.), München lesen
Neue Facetten von München – muss man gelesen haben! München feiert 2008 seinen 850. Geburtstag – zu diesem Anlass schließen die Herausgeber von „München lesen“ eine Lücke der Forschung zur Stadt im Text, die sich im deutschen Bereich bisher vor allem auf Berlin konzentriert hat. Die Essays beleuchten Texte von Thomas Mann, Karl Valentin, Uwe Timm, Lena Christ, Carl Amery, Friedrich Ani, Helmut Krausser, Heinrich Heine, Lion Feuchtwanger u.v.a. Eine Auswahl: O. Jahraus: Liebe Terror Medien. Ulrike Draesners Roman Spiele – S. Kyora: München als Wörterstadt. Paul Wührs Gegenmünchen – U. Draesner: Valentin und die Kunst der Umrundung – N. Roßbach: Marie Luise Kaschnitz literarische Zeit-Räume. Zum Beispiel München – W. Fromm: Die Bohème als Lebenskunst. Franziska zu Reventlow im Spiegel von Briefen, Tagebüchern und Erinnerungen – S. Schukowski: Identität schreiben. Zafer Senocaks Gefährliche Verwandtschaft als dritter Ort – S. Hirmer: Stadt als Text, Fiktion als Wirklichkeit. Erinnerungen von Uwe Timm, Grete Weil u.a. – A. Gerigk: Dynamik der Zeichen-Werte. Koeppens Tauben im Gras als Semiologie der Nachkriegsstadt – C. Conter: Stadtfluchten oder: München als Antinarrativ. Weitere Beiträge stammen von Wolfgang Frühwald, Barbara Vinken, Dirk Heißerer, Erika Greber, Dietz-Rüdiger Moser, Daniela Rippl, Sven Hanuschek, Brigitte Rath, Elisabeth Buchholtz, Hans-Joachim Ruckhäberle, Marcel Schellong, Christian Ude. Simone Hirmer / Marcel Schellong (Hrsg.), München lesen, Verlag Königshausen & Neumann (www.koenigshausen-neumann.de), ca. 290 Seiten, Broschur mit Fadenheftung, ISBN 978-3-8260-3789-4, 39 Euro.
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Münchner Sturmwarnung Stufe II Neue Geschichten vom Sepp Sturm und seiner Anni
Corinna Binzer, Münchner G’wachs, Autorin und mittlerweile auch Volksschauspielerin beobachtet seit vielen Jahren das Leben in der Weltstadt mit Herz und schrieb 1987 ihre erste Geschichte. Die Figur Sepp Sturm, ein Trambahnfahrer und typischer Münchner Grantler wurde 2001 zum „Leben erweckt“. Er grantelt, mittlerweile im Ruhestand, über Situationen und Zustände, die wir alle kennen, oder selbst schon erlebt haben. Im zweiten Buch macht sich der Sepp Sturm Gedanken über Rentner und alle die es so schnell noch nicht werden wollen, weil es ihn doch auch selbst „erwischt“. Er wundert sich über die Intelligenz der Natur und den Unverstand der Menschen. Er macht mit seiner Frau, der Anni, einen Überraschungsausflug und erzählt über das Gelingen dieser Fahrt. Natürlich berichtet er von „seiner“ Wiesn in einem Gedicht und einer Gschicht über die Vorbereitungen auf einen Ausnahmezustand und dessen Suchtfaktor. Er erinnert sich an alte Zeiten und zieht seine Erkenntnisse daraus. Er erzählt vom einfachen Glück, das oft schwer zu erkennen ist und er macht sich Gedanken über den Versuch ewig jung zu bleiben, es aber nicht zu müssen. Er erklärt die Vor- und Nachteile als deutscher Tourist erkannt zu werden und dass die Weltmeister der Herzen durchaus das Zeug zum Europameister haben. In zwei Geschichten befasst er sich mit dem Zusammenspiel von Mann und Frau, welches „verhältnismäßig schwierig“ ist, wie er es oft selbst mit seiner Anni erleben „darf“. Auch diese Geschichten werden von ihrem Lebensgefährten, dem bekannten Münchner Schauspieler, Sepp Schauer, wieder auf die Bühne gebracht. Es handelt sich aber nach wie vor um keine Lesung im klassischen Sinne, sondern vielmehr um eine Verschmelzung von Kabarett, komödiantischem Theater und Lesung. Gerade sind sie mit ihrem Programm „Das Beste vom Sepp Sturm und seiner Anni“ in und um München unterwegs. Diesmal wurde das Buch nicht mit Zeichnungen illustriert, sondern mit Hochglanzfotos bestückt. Diese Fotos zeigen Sepp Sturm und seine Anni in Situationen, die zu den jeweiligen Geschichten passen. Anni bekommt das erste Mal ein „wahres“ Gesicht. Bis jetzt „lebte“ sie nur in der Fantasie der Zuhörer und jeder hatte sein eigenes Bild von ihr. Die Münchner Schauspielerin Johanna Bittenbinder stellte sich sofort als Anni zur Verfügung und man sieht auf den Fotos, dass keine hätte eine bessere Anni sein können als sie. Münchner Sturmwarnung Stufe II; Neue Geschichten vom Sepp Sturm uns seiner Anni, Knürr Verlags GmbH (www.knuerr-verlag.com), 160 Seiten, ISBN 978-3-928432-43-6, 9,90 Euro.
2158 – Die letzten Tage von München Kollektivroman online!
Im Jahr 2158, zum 1.000. Stadtgeburtstag, herrscht in München das Matriarchat. Die weise Udine lenkt die Geschicke der Stadt. Deren Bewohner leben auf einer Insel der Glückseligen, denn München wird – inmitten einer verwüsteten Welt – von einem riesigen Zeltdach geschützt. Das aber droht zu zerfallen. Udine schickt zwei Boten aus, die den lebensnotwendigen Stoff aus der Vergangenheit besorgen sollen. Sie landen im München des Jahres 2008. Ein Wettlauf um die Rettung der Stadt beginnt ... Als literarisches Geburtstagsgeschenk für die Stadt und alle die, die sich auch im Jahr 2158 noch wohl fühlen wollen in der Isarmetropole, schreiben drei Münchner Autoren – Kerstin Specht, Thomas Lang und Bernhard Keller, editorisch begleitet von Thomas Palzer – diese Geschichte als Kollektivroman. Am 2. Juni stehen die ersten Kapitel auf der Homepage des Literaturhauses; bis Ende Juli sind wöchentlich jeweils drei weitere Kapitel online zu lesen unter www.literaturhaus-muenchen.de/2158. Der Kollektivroman ist auch für die Autoren ein Experiment. Über das „Making Of”, die frühen Entwürfe, Festlegungen und unerwartete Dynamik, gibt ein parallel geschaltetes Journal Auskunft. Und das große Finale der Geschichte wird am 24. Juli auf einer öffentlichen Veranstaltung im Literaturhaus vorgestellt. Ein Projekt des Literaturhauses in Zusammenarbeit mit dem Kulturreferat.
Erstes Münchner Liederbuch ist erschienen
Im Valentin-Karlstadt-Musäum ist jetzt das „Münchner Liederbuch: Solang der Alte Peter am Petersbergl steht“ der Presse und damit auch der Öffentlichkeit vorgestellt worden. Das Liederbuch bietet erstmals einen umfänglichen historischen Überblick über die vielfältige Geschichte des Münchner Liedguts. Das Kulturreferat der Landeshauptstadt München hat das Projekt initiiert und zusammen mit zahlreichen Experten und dem Dölling & Galitz Verlag realisiert. Entstanden ist ein reichhaltig illustriertes Liederbuch und Lexikon des traditionellen Münchner Liedguts mit hundert Titeln – von 1890 bis in die Gegenwart. Bisher kaum Dokumentiertes findet sich darin ebenso wie zahlreiche Neu- und Wiederentdeckungen. Und selbstverständlich lädt das Buch auch zum Singen ein. Nach gut vier Jahren aufwändiger Arbeit sind original Münchner Lieder und Noten endlich in einem Band erhältlich. Enthalten sind Lieder, die sich inhaltlich auf München beziehen oder melodisch typisch Münchnerisches enthalten. Auch Kompositionen oder Texte von Münchner Komponisten und Autoren sind berücksichtigt. Ausgangs- und Schwerpunkt der Sammlung sind die historischen Lieder der Volkssänger in der Zeit von 1890 bis 1930, die noch heute viele Münchner Liedermacher beeinflussen. Die wissenschaftlich fundierten Ergebnisse sind den Münchner Spezialisten Wolfgang A. Mayer (Institut für Volkskunde der Kommission für Landesgeschichte bei der Bayerischen Akademie der Wissenschaften) und Eva Becher (Kulturreferat der Landeshauptstadt München) in Kooperation mit Münchner Kolleginnen und Kollegen (Sabine Rinberger, Andreas Koll, Josef Focht u.a.) zu verdanken. Unter den Liedtiteln finden sich u.a. „Der Wagen von der Linie 8“ (Weiß Ferdl), „Die Schönheitskönigin von Schneizlreuth“ (Ludwig und Bally Prell), „Der Stolz von der Au“, aber auch „Schickeria“ (Spider Murphy Gang), „Willy“ (Konstantin Wecker) oder „Jogginghosn“ (Couplet-AG). Der Münchner Kulturreferent Dr. Hans-Georg Küppers sieht im Münchner Liederbuch aber auch einen aktiven Beitrag zur zukunftsgerichteten und verbindenden Volkskultur: „Wenn wir unsere Lieder kennen, können wir antworten auf die Gesänge anderer Ethnien, können wir miteinander singen, aufeinander antworten, singend ins Gespräch kommen. Ich wünsche dem ,Münchner Liederbuch: Solang der Alte Peter’ weite Verbreitung unter der Münchner Bevölkerung!“ Das „Münchner Liederbuch: Solang der Alte Peter am Petersbergl steht“ ist im gut sortierten Buch- und Musikalienhandel für 24,90 Euro erhältlich.
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