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Anthony Horowitz, Das Geheimnis des weißen Bandes - Ein Sherlock-Holmes-Roman
Trifft genau den Ton, den man so und nicht anders genießen möchte – und mit diesem neuem Fall auch kann. Erstmals seit dem Tod von Arthur Conan Doyle erscheint ein neuer Roman um den genialsten Detektiv aller Zeiten, aus der Feder des internationalen Bestsellerautors Anthony Horowitz. Es ist Sherlock Holmes‘ spektakulärster Fall. Am Abend eines ungewöhnlich kalten Novembertages im Jahr 1890 betritt ein elegant gekleideter Herr die Räume von Sherlock Holmes‘ Wohnung in der Londoner Baker Street 221b. Er wird von einem mysteriösen Mann verfolgt, in dem er den einzigen Überlebenden einer amerikanischen Verbrecherbande erkennt, die mit seiner Hilfe in Boston zerschlagen wurde. Ist der Mann ihm über den Atlantik gefolgt, um sich zu rächen? Als Holmes und Watson den Spuren des Gangsters folgen, stoßen sie auf eine Verschwörung, die sie in Konflikt mit hochstehenden Persönlichkeiten bringen wird ? und den berühmten Detektiv ins Gefängnis, verdächtigt des Mordes. Zunächst gibt es nur einen einzigen Hinweis: ein weißes Seidenband, befestigt am Handgelenk eines ermordeten Straßenjungen … Anthony Horowitz, Das Geheimnis des weißen Bandes - Ein Sherlock-Holmes-Roman, Insel Verlag (www.suhrkamp.de), g ebunden, 350 Seiten, ISBN 978-3-458-17543-8, 19,95 Euro.
Dominique Manotti, Roter Glamour
Sex + Medien + Politik = Spannung pur! Ein Krimi der Extraklasse. Über der Türkei explodiert ein Flugzeug voller Waffen. In Paris wird eine Frauenleiche auf einem verlassenen Parkplatz abgeladen. Zwischen beiden Ereignissen liegen viele tausend Kilometer, und doch ... Präsidentenberater François Bornand versucht eine Staatskrise zu verhindern und schickt seinen Mann fürs Grobe ins Rennen. Mord und Verrat häufen sich – im Namen der Staatsräson? Bei ihrer Ermittlung kommt Polizistin Noria Ghozali der Sphäre der Macht gefährlich nahe. Roter Glamour wurde mit dem ›Prix Mystère de la Critique‹ und dem ›Prix du roman noir du Festival de Cognac‹ ausgezeichnet und fürs Kino verfilmt. Dominique Manotti, Roter Glamour, Ariadne Krimi 1192 (www.argument.de), ISBN 978-3-86754-192-3, 12,90 Euro.
Andy Lettau, Balkanblut
Spannend und gut geschrieben, macht Lust auf mehr vom Autor. Kroatien zu Beginn des Bürgerkriegs 1991. Die junge und hübsche Zdenka Badric wird Zeugin eines Massakers, bei dem von Serben ein ganzes Dorf ausgelöscht wird. Als einzige Überlebende ist sie fortan die Sexgespielin eines Mannes, dem sie hilflos ausgeliefert ist. Sie verliert ihre Unschuld und findet Zlatko ebenso anziehend wie abstoßend. Es folgt eine gefährliche Odyssee durch halb Europa. Zwanzig Jahre später liegt der Krieg weit zurück, Zdenka arbeitet unter neuer Identität als deutsch-kroatische Kommissarin im Ruhrgebiet und wird an den Tatort eines Verbrechens gerufen Unvermittelt wird sie mit den Schatten der Vergangenheit konfrontiert. Um nicht zuzulassen, dass sie in einen Sumpf des Verbrechens hineingezogen wird, hat sie nur eine Wahl: Sie muss als Hüterin des Gesetzes die Dinge selber in die Hand nehmen und einen ehemaligen Peiniger zur Strecke bringen. Andy Lettau, Balkanblut, Blitz Verlag (www.blitz-verlag.de), 278 Seiten, Hardcover/Schutzumschlag, ISBN 978-3-89840-297-2, 15,95 Euro.
Melanie McGrath, Im Eis
Sehr dicht, sehr atmosphärisch – ein Leseabenteuer wegen Landschaft und Plot. Ellesmere Island, ein paar hundert Kilometer südlich des Nordpols. Eine gewaltige, einsame Eislandschaft. Zwei amerikanische Touristen reisen zu einem Jagdausflug an. Sie werden geführt von Edie Kiglatuk, einer Inuk-Frau und erfahrenen Arktis-Jägerin. Der Ausflug endet für einen der Männer tödlich. Die Umstände seines Todes bleiben ungeklärt. Ayaynuaq heißt es in der Sprache der Inuit: Schlafende Hunde soll man nicht wecken. Als die Dorfältesten beschließen, die Sache auf sich beruhen zu lassen, geht Edie ihren eigenen Weg. Sie will die Wahrheit. Und ahnt nicht, dass sie sich damit mächtige Feinde macht. Sehr mächtige Feinde …
Melanie McGrath, Im Eis, Rowohlt Verlag (www.rowohlt.de), Hardcover, 464 Seiten, ISBN 978-3-463-40594-0, 19,95 Euro.
Daniel Easterman, Die zweite Kreuzigung
Kann man nicht aus der Hand legen! Am Morgen des ersten Weihnachtstags werden auf einem englischen Landsitz der alte Gerald Usherwood und sein Freund ermordet aufgefunden – gekreuzigt im Arbeitszimmer. Ethan, Kriminalkommissar und einer von Usherwoods Enkeln, wird verdächtigt, die grausame Tat begangen zu haben. Doch gemeinsam mit der Archäologin Sarah findet er bald heraus, dass die Ursachen des Mordes zu den Tagen der ersten Christen zurückführen. Eine atemlose Jagd durch Europa und Nordafrika beginnt. Daniel Easterman, Die zweite Kreuzigung, Übersetzer: Helmut Ettinger, aufbau Verlag (www.aufbau-verlag.de) ,Taschenbuch, 368 Seiten, ISBN 978-3-7466-2708-3, 9,95 Euro.
Linda Castello, Blutige Stille
Atemberaubend. Spannung bis zur letzten Seite – vorher kann man das Buch auch nicht aus der Hand legen. Sie töteten alle Mitglieder der Familie Plank. Die Leichen des Vaters und der beiden Söhne fand man im Wohnhaus, die der Mutter und des Babys auf dem Weg zur Scheune. Doch niemand war auf das vorbereitet, was sie in der Scheune fanden. Die beiden Mädchen, gefoltert und misshandelt. Die Familie gehörte zur amischen Gemeinde in Painters Mill, Ohio, sie lebten getreu ihren Glaubensgrundsätzen von Schlichtheit und Bescheidenheit, waren gottesfürchtige Leute. Fernab von den Verführungen der Zivilisation. Oder enthüllt das Tagebuch der ältesten Tochter eine andere Wahrheit? Linda Castello, Blutige Stille, Übersetzer: Helga Augustin, S. Fischer Verlag (www.fischerverlage.de) Roman, Taschenbuch, 400 Seiten, ISBN 978-3-596-18451-4, 8,99 Euro.
Herbert Beckmann, Die Nacht von Berlin
Reise in die Vergangenheit, in die Nacht und das Herz des Bösen. Spannend. September 1911. Berlin ist Weltstadt. Rastlos, vergnügungssüchtig, nervös. Selbst bei Nacht eine „Stadt aus Licht“. Doch im Schatten des glitzernden Lichtermeers der Reichshauptstadt gedeiht das Verbrechen auf nie gesehene Weise: An verschiedenen Orten Berlins werden Leichen gefunden – kaltblütig ermordet, grotesk kostümiert, theatralisch ausgestellt. Der blutjunge Ermittler Edmund Engel begreift als Erster, dass hier kein gewöhnlicher Mörder am Werk ist. Und auch der erfahrene Nervenarzt Alfred Muesall erkennt die Handschrift eines modernen Tätertyps. Einen „Künstler“ im Fach Mord, dessen bizarre Spur in das weltberühmte Berliner Metropol-Theater führt … Herbert Beckmann, Die Nacht von Berlin, Gmeiner Verlag (www.gmeiner-verlag.de), 326 Seiten, Roman, Paperback, ISBN 978-3-8392-1215-8, 12,90 Euro.
Antonin Varenne, Fakire
Spannend, soghaft und zum Wesen der Dinge leichterhand vordringend! Eine Serie spektakulärer Selbstmorde erschüttert Paris. Kommissar Guérin sucht nach einem Zusammenhang, denn er hat Zweifel, ob nicht mehr dahintersteckt. Zur gleichen Zeit erfährt der amerikanische Psychologe John Nichols, dass einer seiner Patienten bei einem Auftritt als Fakir verblutet ist. Schwer traumatisiert aus dem Irakkrieg zurückgekehrt, zerstört er sich systematisch selbst. Doch Nichols glaubt nicht an einen Selbstmord. Ihre Nachforschungen führen Komissar Guérin und Nichols schließlich zusammen, und gemeinsam kommen sie einer Tragödie auf die Spur. Weshalb zerstören Menschen sich selbst? In atmosphärisch dichten Bildern geht Antonin Varenne dieser hoch aktuellen Frage nach, die nicht nur für Guérin und Nichols zu einer existentiellen Bedrohung wird. Antonin Varenne, Fakire, Ullstein Verlag (www.ullsteinbuchverlage.de), 320 Seiten, ISBN 978-3-550-08789-9, 18 Euro.
Ron Goulart, Groucho Marx, Meisterdetektiv
Gelesen von Dominik Schönleben Vollkommen abstrus. Manchmal total verwirrend. Aber dennoch ein Heidenspaß zu lesen. Ron Goulart scheint in seinem Kopf eine ganz eigene Wahrnehmung der Welt zu haben. An diesen Ort, unweit der Realität, entführt er uns in seinem Buch, das im Hollywood des Jahres 1937 spielt. Seine Charaktere überraschen mit abwegigen Gesprächen und absurder Situationskomik, dennoch aber treibt Ron Goulart den Fall von Groucho Marx und seinem Freund, dem Drehbuchautor Frank Denby immer weiter voran, ohne dabei vom Thema abzuschweifen. Hollywood 1937: Der Polizeireporter Frank Denby hängt seinen Job an den Nagel und arbeitet fortan als Drehbuchautor. In dieser Eigenschaft schreibt er eine Rundfunkserie mit dem Titel Groucho Marx, Meisterdetektiv, in der der bekannte Filmkomiker – ganz im Stil seiner Filmrollen – einen anarchischen Privatschnüffler verkörpert. Dass Groucho Marx tatsächlich kriminalistisches Talent besitzt, zeigt sich, als Peg McMorrow ermordet wird, ein Starlet, mit dem der Schauspieler, wie er diskret eingesteht, zwei Jahre zuvor »näher bekannt« war. Da die Umstände von Peg McMorrows Tod mehr als seltsam sind und sich alle beteiligten Personen – von Pegs Arbeitgebern im Filmstudio über den Bestattungsunternehmer bis hin zur örtlichen Polizei – allergrößte Mühe geben, die wahren Umstände zu vertuschen und den tragischen Tod des jungen Mädchens als Selbstmord auszugeben, nimmt Groucho Marx zusammen mit Denby die Ermittlungen auf und beschließt, den Fall auf eigene Faust aufzuklären. Ron Goulart, Groucho Marx, Meisterdetektiv, Phantasia Paperback (www.edition-phantasia.de), 263 Seiten, Klappenbroschur, ISBN 978-3-937897-40-0, 16,90 Euro.
Friederike Schmöe, Wieweitdugehst
Und Oktoberfest zum dritten. Mitreißend geschrieben und Nervenkitzel bis zur letzten Sekunde – dafür lässt man sogar einen (aber nur einen) Wiesnbesuch sausen! Auf dem Münchner Oktoberfest wird ein 14-jähriger Junge in der Geisterbahn ermordet. Ghostwriterin und „Wiesn-Muffel“ Kea Laverde begleitet ihren Freund Nero Keller, Hauptkommissar im LKA, bei den Ermittlungen. Dabei trifft sie auf Neta, die beruflich Kranken und Trauernden Geschichten erzählt, um deren Schmerz zu lindern. Als auf Neta ein Mordanschlag verübt wird, versucht Kea den Hintergründen auf die Spur zu kommen. Sie stößt auf einen Sumpf aus Gier, Lügen und unerfüllter Liebe … Friederike Schmöe, Wieweitdugehst, Gmeiner-Verlag (www.gmeiner-verlag.de), Paperback, 227 Seiten, ISBN 978-3-8392-1098-7, 9.90 Euro.
Polina Daschkowa, Das Haus der bösen Mädchen
Im nächtlichen Moskau greift die Streife die vierzehnjährige Ljussja auf. Sie behauptet hartnäckig, ihre Tante erstochen zu haben, führt die Polizisten zu der Toten und liefert die Tatwaffe gleich mit. Der Fall scheint klar. Doch Ermittler Ilja Borodin, berüchtigt für seine Fähigkeit, die einfachsten Fälle zu verwirren, glaubt nicht an die Version einer Beziehungstat. Tatsächlich setzt sich die Serie blutiger Morde fort, und zwei Mädchen sind offenbar in einen Anschlag auf ein Einkaufszentrum verwickelt. Polina Daschkowa, Das Haus der bösen Mädchen, Aufbau Verlag (www.aufbauverlag.de), Roman Gebunden, 393 Seiten, ISBN 978-3-351-03241-8, 19,95 Euro.
Helena Reich, Nasses Grab
Spannung pur – teils will man weiterlesen, andererseits ertappt man sich beim Fingernägelkauen, drittens hofft man, dass die Nacht bald zu Ende sein möge. Am besten im Urlaub am Strand lesen! Sommer 2002. Das Jahrhunderthochwasser hat ganz Prag überflutet. Als der Pegel der Moldau allmählich wieder sinkt, schwimmen der Feuerwehr im Fußgängergeschoss der Metro unter dem Wenzelsplatz Särge entgegen. Gibt es etwa einen Friedhof unter der Altstadt? Nein, denn die Särge sind leer – bis auf einen: darin ruht eine Mumie. Kriminalkommissar David Andel, die Pathologin Magdalena Axamit und die Reporterin Larissa Khek haben alle Hände voll zu tun, um die Identität der rätselhaften Leiche zu entschlüsseln, die 25 Jahre zuvor eines gewaltsamen Todes gestorben ist ... Helena Reich, Nasses Grab, Blanvalet Verlag (www.randomhouse.de), Taschenbuch, 480 Seiten, ISBN 978-3-442-37038-2, 7,95 Euro.
J. J. Preyer, Gralsspur
Was es nicht alles gibt – ein Loblied auf den Groschenroman, sei umarmt. Der New Yorker Anwalt Manson Blake nimmt die Spur zum Heiligen Gral auf. Diese führt ihn über das Turiner Grabtuch mit der Abbildung Jesu Christi, den Berg Athos in Griechenland und den Dschungel Burmas zum eigentlichen, geheimnisvollen Ziel. Die Suche erweist sich als spektakuläres Abenteuer für Begleiter und Widersacher, zu denen die rothaarige Amerikanerin Magdalen und ihr Verlobter, ein katholischer Mönch, gehören. J. J. Preyer, Gralsspur, Oerindur Verlag (www.oerindur.at), 180 Seiten, ISBN 9783902291202, 14,40 Euro.
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