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Jazz

Kamasi_The_Epic_packshot_PHOTO_CREDIT_Mike_ParkKamasi Washington,
The Epic

Ein Meisterwerk - „The Epic“ ist DIE Überraschung des Jahres. Episch ist diese Veröffentlichung auf dem Flying-Lotus-Label in allen Belangen:
Ein 172-minütiges Set, bestehend aus drei Bänden inklusive 32-köpfigem Orchester, einem
20-Personen Chor sowie Washington's langjährigen Band-Projekten The Next Step und
West Coast Get Down.

Kamasi Washington arbeitete bereits mit Künstlern wie Lauryn Hill, Snoop Dogg oder Herbie Hancock zusammen und hat mit "The Epic" jetzt am 15. Mai sein Debüt-
Album via Brainfeeder / Ninja Tune / Rough Trade veröffentlicht. An der Vinyl-Version wird gerade noch gearbeitet. Episch ist diese Veröffentlichung auf dem Flying Lotus Label in allen Belangen: Ein 172-minütiges Set, bestehend aus drei Bänden inklusive 32-köpfigem Orchester, einem 20-Personen Chor sowie Washingtons langjährigen Band-Projekten The Next Step und West Coast Get Down. “He just plays the craziest shit, man. I mean, everything — the past, present, the future. What I am hearing is a leader among artists," sagt Flying Lotus, dessen direkter Stammbaum mit Washingtons musikalischem Vorfahren John Coltrane verbunden ist. Kamasi Washington arbeitete bereits mit Künstlern wie Lauryn Hill, Snoop Dogg
oder Herbie Hancock.
Kamasi Washington – "The Epic" (Brainfeeder / Ninja Tune / Rough Trade).

 

MartinClaire Martin, A Modern Art

Claire Martin ist die erfolgreichste Jazzkünstlerin beim schottischen Hifi-Label LINN. Ihr von der Kritik gefeiertes 2009erAlbum „A Modern Art“ liegt nun zum attraktiven Midprice vor. Die Sängerin hatte auf dieser CD nicht zu Standards gegriffen (wie sie es sonst gerne tut), sondern fast ausschließlich neue Kompositionen bei zeitgenössischen Jazz-Heroen in Auftrag gegeben. Claire Martin, die First Lady des britischen Jazz, erhielt zahlreiche Auszeichnungen, wie den British Jazz Award und den BBC Jazz Award als beste Vokalistin. Claire Martin, A Modern Art, bei Naxos (www.naxos.de) auf dem LINN-Label, Art. Nr. BKD340.

 

Lady-gaga-tony-bennettTony Bennett & Lady Gaga, Cheek To Cheek

Das swingt, das hat Groove – easy listening!
Die
Jazz-Legende Tony Bennett trifft auf die First-
Lady Of Pop Lady Gaga: Das gemeinsame Album „Cheek To Cheek“ ist jetzt bei Universal Music erschienen! Mit dem Cole Porter-Klassiker „Anything Goes“ schickten die beiden einen ersten Vorgeschmack auf das Album „Cheek To Cheek“. Darauf interpretieren Tony Bennett und Lady Gaga Jazz-Klassiker und Jazz-Standards neu. Schon mit der ersten Single-Auskopplung „Anything Goes“ und dem Song „I Can't Give You Anything But Love“ ist klar, dass beide Stimmengewalten ein Meisterwerk geschaffen haben. Gesungen wird entweder solo oder im Duett - und das kann sich hören lassen: Wenn Lady Gaga „Lush Life“ singt, antwortet Tony Bennett mit dem Song „Sophisticated Lady“. „Ich habe es geliebt, 'Lush Life' zu machen. Tony hat mich emotional durch die Aufnahmen geführt“, so die Pop-Ikone. Auf der Deluxe Version des Albums erfreuen uns die beiden mit sieben zusätzlichen Songs. Dazu gehören Klassiker wie „The Lady Is A Tramp“, „Don't Wait Too Long“ und „Bewitched, Bothered and Bewildered“.

 

jazzator_coverJazzator, Nonagon

Spannungsgeladene, dynamische und und packende Reise durch die Welt des Jazz.
Jazzator ist ein russisch-schweizerisches Quartett um die Sängerin und Pianistin Marina Sobyanina. Andreas Felber von ö1 (ORF) beschreibt Jazzators Musik als „eine abenteuerliche, höchst spannende Verschränkung von Punk-Jazz, Songwriting, freier Improvisation und repetitiver zeitgenössischer Kammermusik“. „Nonagon“ ist das dritte Album des Quartetts. Auf diesem sind die Elemente, die den Klang von Jazzator charakterisieren, sehr präsent: der Einfluss von Komponisten wie Strawinsky, Prokofjev and György Ligeti ist deutlich zu hören. Der klassische Duft mischt sich mit Motiven aus der russischen Folklore sowie der Unartigkeit der Musiker, sie geben so Marinas Kompositionen einen lebendigen, frechen und sogar manchmal gewalttätigen Charakter.
Jazzator, Nonagon, Unit Records UTR 4514.

 

Ron_Carter_san_sebastianRon Carter,
The Golden Striker Trio
at San Sebastian

Ron Carter wurde gerade erst in die legendäre Hall Of Fame des Down Beat Magazins gewählt. Vor historischer Kulisse in San Sebastian und mit seinen langjährigen Weggefährten Mulgrew Miller (piano) & Russell Malone (guitar) zeigen sich die drei in bester Spiellaune. Der König & Gentleman des Kontrabasses präsentiert zu seinem
70. Jubiläum ein Meisterwerk von
zeitloser Schönheit.

Wenn Ron Carter, der weltweit gefeierte Meister auf dem Kontrabass, ein neues Album veröffentlicht, ist das jedes Mal ein Grund zum Feiern – und dieses aktuelle Werk mit seinem Golden Striker-Trio wird beim anspruchsvollen Jazzpublikum begeistert aufgenommen werden. In einem Vorwort zu Dan Quellettes 2008 erschienener Biographie Ron Carter – Finding The Right Notes (ArtistShare, 2008) schrieb Nat Hentoff: “Er ist nicht nur ein international geschätzter Meisterbassist, Komponist und Bandleader, Ron Carter ist auch tief verwurzelt in der Musikgeschichte, und aus meinen Erfahrungen heraus kann ich sagen, dass er ein besonders brillanter Geist ist, wenn es ums Lehren geht, da er Newcomer und altgediente Jazzaficionados gleichermaßen für die Musik entflammt ...”
Ronald Levin Carter aus Ferndale, Michigan, Mulgrew Miller aus Greenwood, Mississippi und Russell Malone, aus Albany, Georgia sind alle anerkannte Virtuosen auf ihren Instrumenten, und auf diesem Album lassen sie eine geradezu magische Atmosphäre spielerischen Miteinanders entstehen. Mulgrew Miller ist ein kraftgeladener Pianist, der auf eine Menge Ressourchen zurückgreifen kann und der mit allen Jazzgrößen gespielt hat, darunter Mercer Ellington, Betty Carter, Woody Shaw, Art Blakey, Johnny Griffin, Branford Marsalis, Terence Blanchard und Freddie Hubbard. Als Autodidakt hat Russell Malone seine Swing- und Bop-Künste auf der Gitarre durchs Abhorchen der Aufnahmen von Charlie Christian, George Benson und Wes Montgomery gelernt. Er begann 1988 mit dem Organisten Jimmy Smith zu spielen, später arbeitete er mit Benny Green, Diana Krall, Harry Connick Jr., Hank Jones und Bobby Hutcherson.
Vor dem vorliegenden Konzert in San Sebastian wurde Ron Carter mit dem Donostiako Jazzaldia Award geehrt. Dieser Preis wird vom dortigen Festival jährlich einer “herausragenden Persönlichkeit auf dem Gebiet des Jazz” verliehen. Das Konzert in der baskischen Metropole war ausverkauft, mehr als 2000 Zuhörer wurden Zeuge des Ereignisses, das anschließend grandiose Kiritiken bekam. Und dieses Konzert, wie Mike Hennessey in seinen Liner Notes beobachtet, gipfelte darüber hinaus in einem Livemitschnitt, der ein wahres Juwel ist.

 

EastDriveEast Drive, Folksongs 2

East Drive sieht sich selbst als die Neudefinition des Powertrios im Jazz. Nach ihrem erfolgreichen Debüt FOLKSONGS unterstreichen die drei Musiker diese Aussage deutlich und quasi doppelt mit FOLKSONGS 2. East Drive verfolgt damit den schon beim Vorgänger eingeschlagenen klaren Kurs in Richtung ihres osteuropäischen Erbes.

Titel wie Bulgar, Kolybel´naya und Ratka Mitrovića lassen beeindruckende Landschaften irgendwo zwischen den Weiten Russlands und den Höhenzügen des Balkans am inneren Ohr vorbeiziehen. Ein Sound, der durch den stetigen Dialog mit der slawischen Seele zu einer einzigartigen, kraftvollen Demonstration des modernen europäischen Jazz wird. Gastauftritte der ukrainischen Ausnahmesängerin Tamara Lukasheva und des Piano-Shooting-Stars Olivia Trummer sind mehr als nur Abrundung eines während ausgiebiger To
urneen gereiften Konzeptes: Die tiefe Freundschaft der Musiker spiegelt sich in der intuitiven Gestaltung musikalischer Bögen, improvisatorischer Freiheit und witziger Spontaneität während der Performance wider. Mehr Informationen unter www.eastdrive.org.

Konzerte:
26.01.13 - Stuhr, Jazzfestival
22.02.13 - Biberach, Jazzclub
05.03.13 - Detmold, Kaiserkeller
25.03.13 - Berlin, b-flat
30.04.13 - Hamburg, Bar 227
19.05.13 - Köln, ABS Bar.

 

Holly_Cole_cover_PrintHolly Cole, Night

Die Geheimnisse dieser neuen Songkollektion von Holly Cole sind zahlreich. Sie als Hörer zu entdecken – am besten im wohligen Schutz der Dunkelheit – ein lohnendes Unterfangen.
„The night time is the right time“ … ein altes Blues-Motiv, einst besungen von Ray Charles und vielen anderen. Für die kanadische Sängerin Holly Cole ist es mehr als nur ein Songtitel, auch Lebensmotto aus Überzeugung. Denn die große Songinterpretin und erklärte „Nachteule“ aus Toronto liebt die Zeit der Dunkelheit, vor allem die Stunden nach Mitternacht. Ein Umstand, der sich auch im prägnanten Titel ihres mit Spannung erwarteten neuen Albums NIGHT wiederfindet. Ein Album als innige Liebeserklärung an die Nacht und ihre Magie. An die geheimnisvollen Stunden, in denen sich das Geplapper des Alltags verflüchtigt, die Kreativität erwacht, und man die Welt mit anderen Augen sehen bzw. mit anderen Ohren hören kann. Die Stunden der Freiheit.
Es ist die Wiedervereinigung des allerersten Holly Cole Trios mit Aaron Davis (Piano) und David Piltch (Bass). Letzterer heute vor allem im Umfeld des Produzenten Joe Henry tätig und ersterer – gemeinsam mit Co-Produzent Greg Cohen – hier auch als Arrangeur vertreten. Dazu kommen unter anderem Davide DiRenzo (Drums) und Johnny Johnson (Blasintrumente) sowie Gastauftritte u.a. von Greg Leisz (Lap Steel), Kevin Breit (Gitarre) und Cyro Baptista (Percussion). Insgesamt 18 Songs nahm man auf. 11 davon (zzgl. 2 Bonustracks) befinden sich auf der deutschen Veröffentlichung des Albums.
Wie auch schon in der Vergangenheit treffen dabei Songs aus ganz unterschiedlichen Genres der Musikwelt aufeinander – von John Barry („You Only Live Twice“ - das James Bond-Thema) und Mort Shuman („Viva Las Vegas“) bis zu Tom Waits („Walk Away“, „Whistling Past The Graveyard“), Jacques Brel („If You Go Away) und Gordon Lightfoot („If You Could Read My Mind“). Besonders letztere Auswahl ist eine Überraschung – kaum jemals zuvor hat Holly Cole einen Song der kanadischen Folklegende Lightfoot interpretiert. Ihre kanadische Identität schlägt sich außerdem in der Interpretationen eines Songs des kanadischen Spätsechziger-Duos „The Poppy Family“ nieder („I Thought Of You Again“). Dazu kommt ein Klassiker des amerikanischen Songwriter/Folk-Repertoires von Danny O’Keefe („Good Time Charlie’s Got The Blues“), ein Captain Beefheart-Song („Love Lies“), der Balladenklassiker „I Only Have Eyes For You“ und – last but not least – das Cole-Original „You’ve Got A Secret“.
Holly Cole, Night, (Tradition&Moderne/Indigo EAN 4047179540025).

 

Robert Glasper - BlackRadioRecovered_cover_4Robert Glasper, Black Radio Recovered: The Remix EP

Muss man haben bzw. hören!
Im Jahr seines Durchbruchs geht es für Robert Glasper mit einem „heißen Herbst" weiter, in dem der Keyborder die Veröffentlichung von "Black Radio Rediscovered: The Remix EP" ankündigt: Die 6- Track EP, die nur digital erhältlich ist, wurde von ihm selbst produziert und enthält Remixe und bisher unveröffentlichte Tracks aus seinem gefeierten Album "Black Radio". Die Remixe enthalten Bearbeitungen von Glasper selbst, außerdem von ?uestlove, 9thWonder, Georgia Anne Muldrow und Pete Rock, sowie den zusätzlichen Beteiligungen von Rapper Black Milk und Ponte, und der Sängerin Solange Knowles. Die Remixe erschaffen hierbei völlig neue Tracks die ursprünglich von Bilal (Letter to Hermoine), Erykah Badou (Afro Blue), Meshell N'degeocello (The consequences of jealousy), Yasiin Bey (Black Radio), sowie Glasper (Twice von Little Dragon) selbst dargeboten wurden.
Ebenso dabei ist der auf den Black Radio Sessions unveröffentlichte Track „Dillatude #2", ein Tribute Glaspers an den großen Hip-Hop-Produzenten JDilla.
Robert Glasper's Experiment trat beim iTunes Festival 2012 auf, welches am 23. September im Roundhouse, Camden Town in London stattfand. Fans konnten sich das Spektakel live und exklusiv auf allen Apple-Devices (IPhone, IPad, etc.) anschauen.

 

RobertGlasper_5Robert Glasper Experiment, Black Radio

Genial – ein Hörerlebnis! Real music is crash protected - wahre Musik ist unverwüstlich«, heißt es in den Linernotes zu »Black Radio«, diesem zukunftsträchtigen und zugleich ganz gegenwärtigen musikalischen Statement des Robert Glasper Experiment.
„Real music is crash protected – wahre Musik ist unverwüstlich“, heißt es in den Linernotes zu „Black Radio“, diesem zukunftsträchtigen und zugleich ganz gegenwärtigen musikalischen Statement des Robert Glasper Experiment, jener Formation des hochbegabten Pianisten, Komponisten und Bandleaders, die der Fusion aus Jazz, HipHop, R&B und Rock zu neuen Höhenflügen verhilft. Nehmen wir mal ein paar glänzende Beispiele aus der Vergangenheit und erinnern uns an Alben, die mit ähnlich neuen Impulsen, Infusionen und Ideen aufwarteten: „The Low End Theory“ von A Tribe Called Quest, das Debütalbum von D'Angelo, „Baduizm“ von Erykah Badu – das alles sind Alben, die ihre jeweilig angestammten Genres HipHop, Soul respektive R&B jeweils neu definiert haben und die bis heute nichts von ihrer stilprägenden Klasse verloren haben. „Black Radio“ ist ebenfalls eines dieser Alben, das wegweisend und weitgreifend konzipiert ist, um sich einer starren Definition entziehen zu können und zugleich Zeiten und Moden zu überdauern.
„Black Radio“ ist das erste komplette Album unter dem Bandnamen Robert Glasper Experiment (insgesamt ist es Robert Glaspers fünftes Werk und sein viertes für Blue Note). Und dieses Opus, das sich stilistisch so geschickt zwischen alle Stühle setzt, brilliert als ein mit hochkarätigen Gesangskünstlerinnen und -künstlern diverser Black-Music-Genres besetzter und hypnotisch anmutender Klangtrip, der definitiv zu den absoluten Highlights des noch jungen Jahres 2012 gezählt werden muss. Benannt in Anlehnung an die so genannte Black Box, dem Flugschreiber, der alle Vorgänge eines Fluges aufzeichnet und jeden Absturz unversehrt übersteht. Gastrapper yasiin bey (aka Mos Def) bringt es im Titelsong des Albums metaphorisch wunderbar auf den Punkt.
Robert Glasper Experiment, Black Radio, Label EMI/Blue Note.

 

MaxWirthStephan-Max Wirth Ensemble, Passion

Versinken! Ein musikalisches Feuerwerk aus Gefühl und Leidenschaft, Trance und Eruption.
Der Tenor- und Sopransaxophonist Stephan-Max Wirth hat gut daran getan, für diese Aufnahme wieder seine holländische Rhythmusgruppe mit ins Boot zu holen. Bei der Aufnahme mit dabei sind der Gitarrist Jaap Berends, der Bassist Bub Boelens, und der Schlagzeuger Florian Hoefnagels die bereits seit einigen Jahren kontinuierliche Mitglieder des Ensembles sind. Durch ihr Zusammenspiel untermalen diese Mitmusiker nicht nur perfekt die Dramaturgie der aktuellen Eigenkompositionen von Stephan-Max Wirth, sondern wirken darüber hinaus auch durch weite solistische Parts intensiv am musikalischen Geschehen mit. Das SMWE setzt mit dem Fluß und der Leidenschaft von PASSION wieder Maßstäbe für die aktuelle Jazzszene. In einer Zeit, in der viele zu Bits and Bites greifen und mit elektronischen Klängen und DJs ihre Zuhörer zu halten versuchen, schafft es dieses Ensemble akustisch, sein Publikum im Saal und zu Hause gleichermaßen mitzureißen. Dabei fesseln immer wieder die balladesken Themen, die unerwartet aufbrechen und die Virtuosität der Musiker unter Beweis stellen. Diese Impulsivität wäre ohne eine lang erprobte Zusammenarbeit unmöglich. Stephan-Max Wirth stellt in seiner Linernote zu dieser CD heraus: 'Die Kompositionen stammen von mir, doch was daraus im jeweiligen Moment entsteht, wird ohne Absprache spontan gemeinsam beim Spielen entschieden. Absolutes Vertrauen und Loyalität zwischen den Musikern sind die Voraussetzungen hierfür.'
Gleich zu Beginn eröffnet das Titelstück mit dem repetitiven Motiv im Sopransaxophon die geheimnisvolle Atmosphäre, die die gesamte CD beherrscht und den musikalischen Grundtenor dieser Aufnahme bildet. 'Silence not Peace' gedenkt mit seiner Zerbrechlichkeit derjenigen auf unserer Welt, die in Katastrophengebieten durch die mediale Welt zwar ins Rampenlicht gezogen, doch kurz darauf wieder vergessen werden und mit ihrer Not alleine zurückbleiben. In der Komposition 'Seven Billion People' wird der Welt(über)bevölkerung gedacht und man hört förmlich, wie der Tribut durchbricht, den unser Globus für diesen Zustand zahlen muss. Was aber wäre eine CD von Stephan-Max Wirth ohne seine aggressiven Melodien und Rhythmen, wie sie in 'Python' anklingen. Hier wird ein eigener kompositorischer Stil weiterentwickelt, der Wirths Ton bereits in frühen Jahren so unverkennbar machte. Um so stärker wirkt dieser
Faktor, wenn Mitmusiker bei dieser Idee mitziehen. Die CD endet mit der lyrisch geschwungenen Ballade 'Sad South 501', die Melancholie, Friede und Hoffnung in sich vereint und über das jähe Ende dieser kurzweiligen Aufnahme hinwegtröstet.
Stephan-Max Wirth Ensemble, Passion, BOS Rec./JARO Vertrieb,
LC 03295, EAN 4041806040285.

 

GeorgBreinschmidGeorg Breinschmid, Fire

Der mit dem Bass s(w)ingt, die Schnellpolka (wieder-)belebt, die Klassik mit dem Jazz zusammendingst und vice versa. Peppiger (um nicht zu schreiben: schurliger), virtu- und furioser, freud- und feuriger denn je.
Georg Breinschmid zählt längst zu den Top-Bassisten (die wichtigste Rating-Agentur im Jazz, das Jazzmagazin Down Beat, reihte „Brein’s World“ unter die Top-CDs von 2011, was einem Triple-A gleichkommt. 2010 war auch das Jahr der von der internationalen (Fach-)Presse groß abgefeierten Doppel-CD „Brein’s World“, und dem folgt also nun „Fire“ mit zwölf Breinschmid-Originalen (drei davon entstanden mit seinem musikalischen Langzeitpartner Thomas Gansch), sowie mit zwei traditionellen ungarischen Stücken („Nóta/Csárdás“), einer Cover-Version des Wienerliedklassikers „Die alte Engelmacherin“ von Gerhard Bronner und als Draufgabe eine Bonus-CD mit vier Ultra-Raritäten. Unerschöpflich und ewig sprudelnde Energiequellen, mit denen man sein Leben verbringen kann. Wie wirkliche Meisterwerke nun einmal sind – das gilt wohl auch für 'Fire'.
Georg Breinschmid, Fire, Preiser Records 91203/Naxos.

 

JazzkantineDie Jazzkantine spielt Volkslieder

Volkslieder in neuem Gewand – das groovt.
Die Köche der Jazzkantine haben sich auf eine Forschungsreise ins Innere der deutschen Seele begeben, zu den Ursprüngen von Gesang und Gemüt: sie erkunden unser aller »Heimat« und sie erforschen dabei die Wurzeln populärer Musik im Volkslied. Die Jazzkantine greift mit vollen Händen in die Schatzkiste des Deutschen Liedgutes, fördert ein Füllhorn heimatlicher Klänge zu Tage und startet eine Herz erfrischende Verjüngungskur im unverwechselbaren Sound: Die Jazzkantine schafft herrlich freche und bewegend anrührende Neuinterpretationen von Kinderliedern wie das Lied vom »Bi-Ba-Butzemann«, von politischen Liedern wie »Die Gedanken sind frei«, Liebesliedern wie »Wenn ich ein Vöglein wär« und von Wanderliedern wie »Im Frühtau zu Berge«. Dazu kommen Klassiker wie »Kein schöner Land« oder Schillers & Beethovens »Ode an die Freude«, heimatliches Immergrün wie »Am Brunnen vor dem Tore« und die Uraufführung »Mutter Türkei«. Die solistischen Gefährtinnen und Mitwanderer auf der Volkslied-Tour sind der Kieler Autor Peter Schanz, »DePhazz«-Sängerin Pat Appleton, Sam Leigh-Brown (»Hip Teens«), der schwedische Posaunist Nils Landgren, Sängerin / Saxofonistin Cathrin Groth sowie die Rapper Michel
(Ex-Such a Surge) und Carlos.

 

MSVBrechtMSV Brecht, Hippie Tunes

Cooler Jazz – zum Verlieben.
Acht Songs, je zwei von jedem Bandmitglied, in denen alle Einflüsse von Jazz, Rock, experimenteller und elektronischer Musik, sowie auch ein gewisser Folk-
Einschlag zu einem eigenständigen Bandsound zusammenfließen. Das improvisierende Kollektiv webt dabei ein Netz aus Klanglandschaften, in denen flirrend-
glockige Gitarrenflächen und sich langsam entwickelnde Loops eigenwillige lyrische Stimmungen von hypnotischer Wirkung erzeugen, welche einem am ehesten vielleicht noch entfernte Erinnerungen an Bill Frisell oder Björk in den Sinn kommen lassen.
MSV Brecht, Hippie Tunes (UNIT Records UTR 4330).

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