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Alexander García Düttmann, Damit das Spiel beginnt Über das Nichts
Beachtlich durchdacht!
Wo gespielt wird, beginnt schon das Denken. Warum ist aber in den vergangenen Jahrzehnten das spielerische Moment im Denken zunehmend zurückgetreten, zumindest in den beiden Gestalten, in die sich die Philosophie gespalten hat – die ihrer Akademisierung und die ihrer Popularisierung? In diesem Buch unternimmt der Autor den Versuch, ein offenes Spiel zu denken, am Leitfaden der Gedanken Adornos, Derridas, Heideggers und Kants. Er versteht das Spiel nicht mehr vom Sein als dessen Auslegung, sondern vom Nichts her: Im und als Spiel teilt sich das Nichts dem Denken mit, und diese Mitteilung, die das Spielen ist, äußert sich in der Freude. In dem Maße, in dem das Denken selber ein Spiel ist, in der Philosophie oder in der Kunst, hat es mit dem Nichts zu tun. Das bedeutet aber nicht, dass es in Nihilismus umschlägt. Vielmehr erweist es sich als ein auf endliche Weise unendliches Spiel.
Gibt es zu ihm einen Gegenbegriff? Ja: das Böse, das selber als Spiel der Verführung jedem Spiel und damit jedem Denken ein Ende setzt, in die Gedankenlosigkeit führt. Das Böse als Gegenbegriff zum denkenden Spiel verleiht ihm seinen Ernst und entreißt es der Nichtigkeit. Das denkende Spiel steht also immer auf dem Spiel. Wie aber verhält sich das Denken des Spiels zur Geschichte?
Alexander García Düttmann, Damit das Spiel beginnt, Klostermann Rote Reihe (https://www.klostermann.de), 130 Seiten, ISBN 978-3-465-04751-3, 24,80 Euro.
Julian Kaspar Genner, Im Prepperkeller Persönliche Krisenvorsorge in Zeiten gesellschaftlicher Verunsicherung
Faszinierend und umfassend! Dieses Buch untersucht, wie der Vertrauensverlust in Misstrauen umschlägt und einem Freund-Feind-Denken Vorschub leistet. Und es wirft ein Schlaglicht auf problematische Entwicklungen in der Mitte der Gesellschaft, wie den Rechtspopulismus, das Festhalten an überholten Männlichkeitsbildern und den neuen Rechtsterrorismus.
Prepper bereiten sich intensiv auf künftige Krisen vor, sie horten Lebensmittel, Medikamente, Survival-Ausrüstung und teilweise Waffen. Entgegen der gängigen stereotypen Darstellungen von Preppern als soziale Randphänomene zeigt Julian Genner, dass dieser Trend in der Mitte der Gesellschaft zu verorten ist.
Wer aber sind Deutschlands Prepper? Julian Genner hat über mehrere Jahre mit Dutzenden Preppern gesprochen, Preppertreffen besucht, an Survival-Kursen teilgenommen und in den sozialen Medien recherchiert. Seine Studie bietet einen einzigartigen Einblick in ihre Lebenswelten. Zugleich zeigt Genner, dass die Popularität von Preppen von einem massiven Vertrauensverlust zeugt. Die Zukunft erscheint ihnen als bedrohlich und ungewiss. Umfassende Vorbereitungen versprechen Sicherheit, doch diese ist trügerisch. Je intensiver sich Prepper vorbereiten, desto bedrohter fühlen sie sich.
Julian Kaspar Genner, Im Prepperkeller, Hamburger Edition (https://www.hamburger-edition.de), 304 Seiten, ISBN 978-3-98722-004-3, 35 Euro.
Wolfram Eilenberger, Geister der Gegenwart Die letzten Jahre der Philosophie und der Beginn einer neuen Aufklärung 1948 – 1984
Welche Philosophie kann uns heute noch leiten? Auf den Spuren von Theodor W. Adorno, Susan Sontag, Michel Foucault und Paul K. Feyerabend entwirft »Geister der Gegenwart» ein großes Ideenpanorama der westlichen Nachkriegszeit. Wolfram Eilenberger legt erneut ein erzählerisches Meisterwerk vor, das am Beispiel dieser vier mutigen Geister von der Kraft der Philosophie kündet, einen Ausgang aus den Engen der Gegenwart zu finden. Voller überraschender Einsichten und befreiender Impulse für unsere Zeit der Krise.
Winter 1949: Theodor W. Adorno kehrt aus den USA ins zerstörte Frankfurt zurück, Paul K. Feyerabend kriegsversehrt nach Wien. Wunderkind Susan Sontag besucht Thomas Mann in Los Angeles. Der junge Michel Foucault begeht in Paris einen weiteren Selbstmordversuch. Als Folge der Weltkriegskatastrophe suchen diese vier Selbstdenker ihren Weg in ein neues Philosophieren. Über die kommenden Jahrzehnte revolutionieren sie die Art und Weise, wie wir über unsere Gesellschaft, Kultur und Wissenschaft nachdenken.
Wolfram Eilenberger, Geister der Gegenwart, Klett-Cotta Taschenbuch (https://www.klett-cotta.de), 496 Seiten, ISBN: 978-3-608-98918-2, 16 Euro.
Fran Osrečki, Laien Eine Soziologie des Nichtwissens
Fundiert und hochinteressant!
Die moderne Gesellschaft lädt Laien in vielen Bereichen zum Mitmachen ein. Als Wähler, Konsumentin, Mediennutzer, Patientin oder Studierender darf und soll man Expertinnen und Experten mit Wünschen, Sorgen oder Beschwerden konfrontieren. Aber um mit diesen auf Augenhöhe zu kommunizieren, scheinen sich Laien auch engagieren und informieren, ja selbst ein stückweit zu Experten werden zu müssen. Fran Osrečki stellt solche Annahmen in seinem Buch auf den Kopf: Laien sind in der modernen Gesellschaft dann stark, wenn sie uninformiert, sprunghaft, inkonsistent und unberechenbar agieren. Das Nichtwissen ist ihre wichtigste Ressource. Laien bilden ein unbekanntes Publikum und spielen gerade als solches eine wichtige Rolle in unserer funktional differenzierten Gegenwartsgesellschaft.
Fran Osrečk, Laien, Suhrkamp Taschenbuch (https://www.suhrkamp.de), 336 Seiten, ISBN 978-3-518-30080-0, 24 Euro.
Robert B. Brandom, Im Geiste des Vertrauens Eine Lektüre der »Phänomenologie des Geistes«
In seiner bahnbrechenden Neuinterpretation von Hegels Phänomenologie des Geistes verbindet der Philosoph Robert Brandom analytische, kontinentale und historische Traditionen und zeigt, welche Herausforderung Hegels philosophisches Denken selbst heute noch darstellt.
Im Geiste des Vertrauens handelt von der massiven historischen Veränderung im Leben der Menschheit, welche die Moderne darstellt. Wenn unsere selbstbewussten anerkennenden Haltungen die radikale Form von Großmut und Vertrauen annehmen, so Brandom, dann können wir die Moderne überwinden und in ein neues Zeitalter des Geistes eintreten.
Robert B. Brandom, Im Geiste des Vertrauens, Suhrkamp (https://www.suhrkamp.de), 1200 Seiten, ISBN 978-3-518-30009-1, 34 Euro.
Leor Zmigrod, Das ideologische Gehirn Wie politische Überzeugungen wirklich entstehen
Das ideologische Gehirn leistet unverzichtbare Aufklärung in Zeiten maximaler Polarisierung. Die Wissenschaftlerin und Pionierin der politischen Neurobiologie Leor Zmigrod etabliert ein neues Verständnis davon, wie unsere Überzeugungen entstehen und was wirklich helfen kann im Kampf gegen das, was unsere Demokratie grundlegend gefährdet.
Leor Zmigrod gilt mit nur 29 Jahren als Begründerin eines neuen Wissenschaftsfelds: der politischen Neurobiologie. Darin erforscht sie den Zusammenhang zwischen politischen Einstellungen und der Biologie unseres Gehirns. Sie zeigt, dass unsere Überzeugungen nicht als flüchtige Gedanken losgelöst von unseren Körpern existieren. Vielmehr verändern Ideologien unser Gehirn. Und zur gleichen Zeit macht eine bestimmte neurobiologische Veranlagung empfänglich für gewisse Glaubenssätze. Weshalb sie mit einem einfachen Kartensortier-Experiment beispielsweise in der Lage ist, erschreckend akkurat auf die Weltsicht ihrer Probanden zu schließen. In zahlreichen weiteren Experimenten beweist sie den Konnex zwischen extremen politischen Positionen und unserem Gehirn und revolutioniert damit unsere Vorstellungen von Radikalisierung, Extremismus, demokratischer Meinungsbildung.
Leor Zmigrod, Das ideologische Gehirn, Suhrkamp (https://www.suhrkamp.de), 302 Seiten, ISBN 978-3-518-47485-3, 24 Euro.
Barbara Stiegler, Nietzsche und das Leben Die Geschichte der Philosophie neu erzählt
Brillant! Mit Nietzsche und das Leben liefert Barbara Stiegler nicht nur eine überraschende Lesart des umstrittenen Philosophen und neue Einblicke in dessen Denken, sondern eröffnet innovative Ansätze für die großen Herausforderungen unserer Zeit.
Im Zeichen der industriellen Revolution und der Globalisierung des 19. Jahrhunderts wandte sich Nietzsche von der Metaphysik ab und begründete eine Philosophie des lebenden Körpers. Er erdachte den Begriff des Stoffwechsels neu als Austausch zwischen einem Organismus und seiner Umwelt, wobei das Gedächtnis als Fähigkeit fungiert, etwas in sich aufzunehmen und zugleich einen Teil für sich zu behalten. Auf diese Weise sei der Mensch in stetigem Fluss, und die Erfahrung eines Individuums basiere auf den Einflüssen zahlreicher anderer.
Die französische Philosophin Barbara Stiegler skizziert den Weg dieser neuen Philosophiegeschichte, geht auf Vorreiter und Mitstreiter Nietzsches wie Descartes, Kant, Schopenhauer, Hegel und Marx ein und verknüpft sie mit der Entwicklung biologischer und physiologischer Konzepte. So wird klar, dass fundamentale Hypothesen der heutigen Biologie auf Nietzsches Ideen fußen, insbesondere die Vorstellung, die Identität lebender Organismen beruhe auf einer außerordentlichen internen Pluralität und komplexen Beziehungen zu ihrer Umwelt.
Barbara Stiegler, Nietzsche und das Leben, Matthes & Seitz Berlin (https://www.matthes-seitz-berlin.de), 379 Seiten, ISBN 978-3-7518-2064-6, 34 Euro.
Slavoj Žižek, Christlicher Atheismus Wie man ein wahrer Materialist wird
Žižek, wie man ihn kennt – und liebt! Uferlos, überraschend und Hammer!
Häufig schon hat der Philosoph Slavoj Žižek die christliche Theologie kommentiert und kritisiert, aber bislang eher verstreut über sein ganzes Werk. Jetzt legt er die erste buchfüllende Darstellung seines theologischen Projekts vor. Unter Rückgriff auf so unterschiedliche Traditionen und Themen wie buddhistisches Denken, dialektischer Materialismus, politische Subjektivität, Quantenphysik, künstliche Intelligenz artikuliert dieses Buch Žižeks Vorstellung von einem religiösen Leben. Er fragt u.a., ob Gott an sich selbst glaubt, ob man Gott täuschen kann, er versteht den Heiligen Geist als Modell einer emanzipatorischen Gemeinschaft und untersucht den Buddhismus im Unterschied zum Christentum. Doch Žižek wäre nicht Žižek, wenn er dabei nicht auf seine Lieblingsthemen zu sprechen käme: Cancel Culture, Geschlechtsidentitäten, Chatbots, Perversionen, Klassenkampf, Law and Order. Oder in seinen eigenen Worten: »Um ein wahrer dialektischer Materialist zu werden, muss man durch die christliche Erfahrung hindurchgehen.«
Slavoj Žižek, Christlicher Atheismus, S.FISCHER Hardcover (https://www.fischerverlage.de), 416 Seiten, ISBN 978-3-10-397672-4, 32 Euro.
Joseph Henrich, Die seltsamsten Menschen der Welt Wie der Westen reichlich sonderbar und besonders reich wurde
Intelligent, einfallsreich, kompetent, spannend!
s gibt einen Menschenschlag, der sich von anderen stark unterscheidet. Sein Gehirn ist so verdrahtet, dass er Gesichter schlechter erkennt, weniger auf Verwandte achtet und die Welt »scheibchenweise« verstehen will. Bei diesen sonderbaren Personen handelt es sich um »Westler«. Aber warum sind wir im »Westen« so sonderbar und was hat das mit Demokratie und Religion, Falschparken und Heiraten, Totems und Tabus, Aufklärung, industrieller Revolution, Globalisierung und fast allem anderen zu tun? Anhand von faszinierenden psychologischen Experimenten, ausgedehnten Feldforschungen und einer Fülle von Daten zeigt Joseph Henrich, wie uns Evolution, Geschichte und Kultur zu dem gemacht haben, was wir heute sind: die seltsamsten Menschen der Welt.
Joseph Henrich, Die seltsamsten Menschen der Welt, Suhrkamp (https://www.suhrkamp.de), 918 Seiten, ISBN 978-3-518-30071-8, 25 Euro.
Philippe Lacoue-Labarthe/Jean- Luc Nancy, Der Nazi-Mythos
Wertvoll, erhellend und (leider) immer aktuell.
Was macht den Kern der NS-Ideologie aus? In ihrem Essay über den Nazi-Mythos zeigen Philippe Lacoue-Labarthe und Jean-Luc Nancy: Es handelt sich um ein Identitätsprojekt, um den zwanghaften Versuch, sich in der reinen und konkreten Identität eines Volkes oder einer Rasse selbst zu verwirklichen, betrieben mit den Mitteln mythischer Identifizierung.
Die Autoren legen die philosophischen Wurzeln und die innere Logik der faschistischen Selbstmythologisierung frei und machen deutlich, dass der Nazi-Mythos kein irrationaler Rückfall war, sondern eine spezifisch moderne Form der politischen Identitätsbildung. Der erstmals 1991 erschienene Text, entstanden aus einem Vortrag von 1980, hat nichts von seiner analytischen Schärfe eingebüßt. Das Buch hilft zu verstehen, wie autoritäre Bewegungen auch heute noch mythische Narrative von Identität und Reinheit für ihre Zwecke einsetzen.
Philippe Lacoue-Labarthe (1940-2007) und Jean-Luc Nancy (1940-2021) zählen zu den wichtigsten Autoren der neueren französischen Philosophie. Beide lehrten an der Universität Straßburg, wo sie in enger intellektueller Verbindung eine originelle Neuinterpretation der deutschen philosophischen Tradition entwickelten. Ihre gemeinsamen Arbeiten untersuchten die sprachtheoretischen Grundlagen der Lacan‘schen Psychoanalyse (Le titre de la lettre, 1973), prägten maßgeblich die französische Auseinandersetzung mit der deutschen Romantik (L‘Absolu littéraire, 1978) und unternahmen eine Neubestimmung des Begriffs des Politischen (Le ›retrait‹ du politique, 1983). An dem von ihnen gegründeten Centre de recherches philosophiques sur le politique verfolgten sie, wie in ihren individuellen Werken, die Verschränkung ästhetischer und politischer Fragestellungen in Begriffen wie Gemeinschaft, Subjektivität, Mythos, Mimesis und Repräsentation.
Philippe Lacoue-Labarthe/Jean-Luc Nancy, Der Nazi-Mythos, tentare Paperback (https://tentare.de), 68 Seiten, ISBN 978-3-9824105-6-2, 7,80 Euro.
Fritz Breithaupt, Das narrative Gehirn Was unsere Neuronen erzählen
Anregend und intelligent. Eine Neubestimmung des Menschen als narratives Wesen.
Wer in Geschichten verstrickt ist, lebt intensiver – ich erzähle, also bin ich. Doch nicht nur das eigene Leben wird als Narration prägnanter. Mittels Erzählungen gelingt es uns auch, die Erfahrungen eines einzelnen Menschen zu solchen von vielen anderen zu machen. Dazu müssen unsere Gehirne und die Weisen, wie wir Geschichten erzählen, aufeinander abgestimmt sein. Doch wie genau geschieht das? Fritz Breithaupts brillantes Buch unternimmt eine Neubestimmung des Menschen als narratives Wesen. Narratives Denken, so zeigt er, wird stets mit spezifischen Emotionen belohnt, und das heißt: Wir leben, wie wir leben, weil wir diesen Belohnungsmustern folgen. In Narrationen kann darüber hinaus aber auch immer alles anders kommen, und ebendies erlaubt uns den Aufbruch zu neuen Ufern.
Fritz Breithaupt, Das narrative Gehirn, Suhrkamp Taschenbuch (https://www.suhrkamp.de), 368 Seiten, ISBN 978-3-518-30062-6, 20 Euro.
Erich Neumann, Die Wurzeln des jüdischen Bewusstseins
Beachtliches Werk, interessante Gedanken, lesenswert.
Vor dem Hintergrund existenzieller Herausforderungen schrieb Erich Neumann dieses frühe Werk, das hier erstmals auf Deutsch ediert vorliegt. Das jüdische Überleben beleuchtet er sowohl aus physischer als auch aus spiritueller und psychologischer Perspektive. Neumann glaubt, dass moderne Juden wieder lernen müssen, was ihre Vorfahren während des babylonischen Exils verloren haben: die Fähigkeit, dem Heiligen direkt zu begegnen, Offenbarungen zu empfangen und zu prophezeien. Er stützt sich auf C. G. Jungs Lehren und Martin Bubers chassidische Schriften und befürwortet Alternativen zum Legalismus und zur frauenfeindlichen Voreingenommenheit.
Diese Ideen nehmen Neumanns spätere Werke vorweg, darunter Tiefenpsychologie und neue Ethik, Ursprungsgeschichte des Bewusstseins und Die große Mutter. Das Konzept der Ego-Selbst-Achse, Neumanns charakteristischer Beitrag zur analytischen Psychologie, wird schon hier vorgestellt und umfassend entwickelt.
Erich Neumann (1905–1960), Philosoph, Arzt, Psychologe, Schriftsteller, gilt als der bedeutendste Schüler von C. G. Jung. Er wurde in Deutschland geboren, wo er Philosophie, Psychologie und Medizin studierte, in der Hoffnung, Psychoanalytiker zu werden. Er zog 1933 nach Zürich und 1934 nach Israel, wo er als Psychoanalytiker praktizierte.
Erich Neumann, Die Wurzeln des jüdischen Bewusstseins, Schwabe Verlag (https://schwabe.ch), 508 Seiten, ISBN 978-3-7574-0143-6, 70 Euro.
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