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Biographie

UdeRainer Ostermann,
Christian Ude - Vom Rathaus
in die Staatskanzlei

Glänzend erzählt, spannend geschrieben, amüsant, mitunter augenzwinkernd ironisch.
Seit knapp zwanzig Jahren regiert er unangefochten die bayerische Landeshauptstadt München. Jetzt will er Ministerpräsident des weiß-blauen Freistaats werden: Christian Ude, der nach Ansicht der Bayern SPD „bekannteste und beliebteste Politiker Bayerns“. Wird es ihm im September 2013 gelingen, was seit über einem halben Jahrhundert noch keinem SPD-Politiker in Bayern gelungen ist, die Christsozialen in die Opposition zu schicken? Die neue Biographie folgt den mannigfachen Spuren dieser charismatischen und vielseitig begabten Persönlichkeit. Einst als Jungsozialist und „Schrecken der Miethaie“ gefürchtet, dann als Münchner „Sonnenkönig“ gerühmt, der auf Mykonos ein schmuckes Ferienhaus besitzt, beim Oktoberfest auf Anhieb ein Fass Bier anzapft und gleichzeitig als Kabarettist mit Witz und Ironie auf der Bühne glänzt.
Rainer Ostermann, Christian Ude - Vom Rathaus in die Staatskanzlei, MZ Buchverlag
(www.mz-buchverlag.de), 256 Seiten, Hardcover, gebunden mit Schutzumschlag mit zahlreichen Abbildungen, ISBN 978-3-934863-87-3, 19,90 Euro.

 

KempowskiDirk Hempel (Hrsg.),
Walter Kempowski,
Wenn das man gut geht! - Aufzeichnungen 1956-1970


Ein literarisches Ereignis von Rang!
Kurz vor seinem Tod hat Walter Kempowski seinen langjährigen Mitarbeiter Dirk Hempel mit der Herausgabe des sogenannten »Sockeltagebuchs« betraut. Darin wird nicht nur die geistige Verfassung der jungen Bundesrepublik dokumentiert, sondern auch sein Werdegang zum Schriftsteller. Das Werk mit bisher unveröffentlichtem Material komplementiert seine bereits veröffentlichten vier Tagebücher.
Nach seiner Entlassung aus dem Zuchthaus Bautzen im März 1956 beginnt für Walter Kempowski im Westen ein zäher Kampf um eine bürgerliche Existenz. Abitur und Pädagogikstudium, Dorfschullehrer, die Gründung einer Familie – das sind die Stationen. Präzise verzeichnet er in dem vorliegenden Tagebuch seine alltäglichen Lebensumstände und die damit verbundenen Geldsorgen, gibt Aufschluss über das politische Klima, über die Atmosphäre und geistige Situation der Adenauer-Zeit. Vor allem aber liefert das Buch ein Porträt des Autors als junger Mann. Unter dem Eindruck seiner Kafka-Lektüre beginnt er zu schreiben, treibt Familienforschung (woraus sehr viel später seine »Chronik« entsteht) und schafft es nach mehreren Anläufen, seinen Haftbericht »Im Block« zu veröffentlichen.
Walter Kempowski, dem Zeit seines Lebens der mythische Held Sisyphos Vorbild für sein Schaffen war, erleben wir hier beim ersten Wälzen eines gewaltigen Felsbrockens.
Dirk Hempel (Hrsg.), Walter Kempowski, Wenn das man gut geht! -
Aufzeichnungen 1956-1970, Knaus Verlag (www.randomhouse.de), Gebundenes Buch, Leinen mit Schutzumschlag, 624 Seiten, mit zahlreichen bisher unveröffentlichten
s/w-Aufnahmen, ISBN 978-3-8135-0367-8, 29,99 Euro.

 

Perry Rhodan Chronik - Biografie der größten SF-Serie der Welt (Band 2: 1974 – 1984)Perry Rhodan Chronik -
Biografie der größten SF-Serie der Welt (Band 2: 1974 – 1984)

Ein wahrer Leckerbissen für Fans – und auch ein hochinteressantes Zeit-Dokument.
Zahlreiche Anekdoten und Geschichten hat Autor Michael Nagula akribisch recherchiert und dokumentiert. Die Anekdoten um die Autoren, intime Blicke hinter die Kulissen des Moewig Verlages, die Aktivitäten der Fanclubs. Diese ungewöhnliche Biografie einer Romanserie wird ergänzt durch wichtige Meilensteine in der Romanhandlung, die der Chronologie des Buches folgen.
Kein Zweifel: Die Romanserie PERRY RHODAN ist die erfolgreichste Science Fiction-Reihe der Welt. Erstmals wird die Biografie dieser Serie nun als Buchreihe veröffentlicht. Band 1 schilderte die Jahre 1961 bis 1974, als Verleger Rolf Heyne mit den Autoren Karl-Herbert Scheer und Walter Ernsting (besser bekannt als Clark Darlton) diese neuartige Science Fiction-Serie zu einem Erfolg in Deutschland, Japan, den USA, Holland und sogar in Israel machten. Band 2 dokumentiert den Wandel der Serie unter der Verantwortung des neuen Chefautors William Voltz in den Jahren 1974 bis 1984. Eine Romanserie als Spiegel der Zeit: In den 1970er Jahren zog die Friedensbewegung in die Serie ein mit neuen Motiven aus teils ökologischen und philosophischen Themen. Höhepunkt: Der 1000. Heftroman der wöchentlichen Serie, den William Voltz 1980 als ein humanistisches Manifest formulierte.
Perry Rhodan Chronik, Hannibal Verlag (www.hannibal-verlag.de), 528 Seiten, Hardcover, ISBN 978-3-85445-330-7, 24.99 Euro.

 

Die Rote KöchinDie Rote Köchin
Geschichte und Kochrezepte einer spartakistischen Zelle am Bauhaus Weimar

Lecker, witzig und hochinteressant.
Hannah ist die Rote Köchin, Mitglied einer spartakistischen Zelle am Bauhaus Weimar. Sie betrieb in den 1920er Jahren unweit des Bauhaus ein Restaurant – mit dem Kochlöffel wollte sie die Werktätigen für die Revolution gewinnen. Nach Seminar und Küchendienst mischten die Zellenmitglieder Sprengstoff, jagten Faschisten. Hannahs Geschichten zeigen, wie intensiv der Kampf um ein besseres Leben war, wie skurril und tragisch. Was ist aus Hannah geworden? Unklar. Geblieben sind nur ihre Aufzeichnungen und ihre Rezepte. »Die Rote Köchin« ist ein autobiografischer Roman zwischen Doku-Fiction, Kochbuch und Agitprop. »Dein Traum, Hannah: Die Proletarier ganz unterschiedliche Gerichte kennenlernen zu lassen – nicht umsonst nennen sie dich die Rote Köchin. Mithilfe des guten Essens möchtest du den Keim legen für die Ideen einer neuen sozialen Gerechtigkeit.« Luigi Veroneli,
italienischer Weinpapst.
Die Rote Köchin, Ventil Verlag (www.ventil-verlag.de), 224 Seiten,
ISBN 978-3-931555-59-7, 15,90 Euro.

 

Greil MarcusGreil Marcus, Über Van Morrison
When That Rough God Goes Riding

Faszinierende Spurensuche, exemplarisch,
schlägt den Leser in den Bann.

Kein Album hat Greil Marcus in seinem Leben öfter gehört als Van Morrisons Meisterwerk »Astral Weeks« aus dem Jahr 1968. Kein Album hat ihn mehr bewegt und mit mehr Rätseln zurückgelassen. »Die Menschen nehmen Van Morrison persönlich«, stellt Greil Marcus fest. »Begebenheiten aus seinen Songs werden zu Ereignissen in ihrem Leben. Es ist, als ob er sie persönlich in ihr Leben gepflanzt hat. Als ob er ›da‹ ist. Nicht in einem magischen Sinne. Sondern in dem Sinne, in dem Kunst wirken sollte: Sie berührt dich.« In »When That Rough God Goes Riding« forscht Greil Marcus nach den Ausnahmemomenten, die Van Morrison in seiner Musik immer wieder kreiert. Diese Augenblicke versucht Marcus auszukosten, zu analysieren und so dem Geheimnis der großen Kunst Van Morrisons ein Stück näher zu kommen,
ohne es zu zerstören.
Greil Marcus, Über Van Morrison, Verlag Kiepenheuer & Witsch (www.kiwi-verlag.de),
224 Seiten, Paperback, ISBN 978-3-462-04364-8, 8,99 Euro.

 

Albert Hofmann und sein LSDDieter Hagenbach/Lucius Werthmüller, Albert Hofmann und sein LSD

Überraschend, fundiert und wirft ein farbenprächtiges
Bild auf Wissenschaft, Gesellschaft und Kultur des
20. Jahrhunderts.
Die psychedelische Wirkung der unvergleichlich potenten
Substanz, die schon in Dosen von Millionstel Gramm eine tief greifende Veränderung des Bewusstseins hervorruft, erfuhr Albert Hofmann 1943 bei einem Selbstversuch auf seiner legendären Fahrradfahrt. LSD wurde Gegenstand tausender klinischer Studien und obskurer Experimente der Geheimdienste, es war ein Treibstoff der Jugendbewegung der sechziger Jahre, beeinflusste die Entwicklung der Computertechnologie, führte zu wegweisenden wissenschaftlichen Erkenntnissen und einem ganzheitlichen Verhältnis des Menschen zu seiner Umwelt. Albert Hofmanns Biografie nimmt uns mit auf eine Reise durch das 20. Jahrhundert: Von seinen mystischen Naturerlebnissen als Kind, zu seiner Entdeckung des LSD und des Psilocybins bis zu seinem langen Lebensabend, der geprägt war von der Hinwendung zur Naturphilosophie und Mystik.
Dieter Hagenbach/Lucius Werthmüller, Albert Hofmann und sein LSD, AT Verlag
(www.at-verlag.ch), 406 Seiten mit über 500 Abbildungen,
ISBN 978-3-03800-530-8, 34,90 Euro.

 

RoerichErnst von Waldenfels,
Nikolai Roerich - Kunst, Macht und Okkultismus

Im vorrevolutionären Russland war der 1874 geborene Maler einer der einflussreichsten Männer im Kunstbetrieb St. Petersburgs mit besten Verbindungen zum Zarenhof, aber auch zu Männern wie Maxim Gorki oder Alexander Blok.
1920 tauchte er in New York auf, schuf eine eigene mystische Lehre und scharte einen Kreis von wohlhabenden Jüngern um sich, die ihm ein Hochhaus in Manhattan und eine Expedition nach Tibet finanzierten, um nach den "Mahatmas", den heimlichen Herrschern der Welt zu suchen. Sein Weg führte ihn 1926 über Moskau, wo er mit der Führung der Geheimpolizei Kontakt aufnahm, die ihm den Weg durch die Mongolei - damals ein sowjetisches Protektorat - ebnete. Ausschlaggebend warr, dass auch Gleb Boki, Errichter der ersten sowjetischen Konzentrationslager, von der Existenz der Mahatmas fest überzeugt war. Diese fand Nikolai Roerich zwar nicht, dafür mehrte die Reise aufs Dach der Welt seinen Ruf so sehr, dass es ihm nach seiner Rückkehr 1929 gelang, in höchste Regierungskreise der USA einzudringen. Der Landwirtschaftsminister und spätere Vizepräsident der USA wurde sein Jünger und Präsident Roosevelt selbst ließ sich von den Mahatmas, mit denen Nikolai Roerich in telepathischem Kontakt stand, in politischen Fragen beraten.
1934/5 finanzierte Landwirtschaftsminister Henry Wallace seinem Guru eine Expedition in die Innere Mongolei, die jedoch in einem Skandal endete, der nur mit knapper Not vertuscht werden konnte. Nikolai Roerich, dem danach die Verhaftung in den USA drohte, beschloss sein Leben 1947 in Indien. Bis heute glauben Hunderttausende in aller Welt an Roerichs mystische Lehre Agni Yoga. Waldenfels' Biografie bringt erstmals Licht in das Dunkel eines geheimnisvollen Lebens. Sie beruht auf langjährigen Recherchen, die ihn zu Archiven in Amherst, Washington und New York, in New Delhi, St. Petersburg, Berlin und Ulan Bator sowie an die wichtigsten Wohnorte von Nikolai Roerich in Indien, Russland und den USA geführt haben. Ernst von Waldenfels, geboren 1963, lebt als freier Journalist, Übersetzer und Reiseveranstalter in Ulan Bator, Mongolei. Er schrieb "Der Spion, der aus Deutschland kam. Das geheime Leben des Seemanns Richard Krebs". Er steht bis Mai in Deutschland für Interviews und Vorträge/Lesungen zur Verfügung.
Ernst von Waldenfels, Nikolai Roerich - Kunst, Macht und Okkultismus, Osburg Verlag
(www.osburg-verlag.de), 460 Seiten, ISBN 978-3-940731-71-5, 26,90 Euro.

 

Erich MuehsamErich Mühsam,
Tagebücher 1/1910-1911

Faszinierend und berührend – der Anarchist als Mensch und umgekehrt! Einwertvolles Unterfangen vom Verbrecher Verlag, diese akribische Ausgabe der Tagebücher!
15 Jahre lang, von 1910 bis 1924, hat Erich Mühsam, der berühmteste deutsche Anarchist sein Leben festgehalten – ausführlich, stilistisch pointiert, schonungslos auch sich selbst gegenüber – und niemals langweilig. Was diese Tagebücher so fesselnd macht, ist der wache Blick des Weltveränderers. Mühsam wollte Anarchie praktisch ausprobieren. Anarchie hieß für ihn: Leben ohne moralische Scheuklappen, ohne Rücksicht auf Konventionen – und er bewies, dass es geht. Auch das Schreiben ist Aktion, in allen Sätzen schwingt die Erwartung des Umbruchs mit, den er tatsächlich mit herbeiführt: Die Münchner Räterevolution ist auch die seine, und die Rache der bayerischen Justiz trifft ihn hart. Mühsams Tagebuch ist ein Jahrhundertwerk, das es noch zu entdecken gilt, es erscheint in 15 Bänden – und zugleich als Online-Edition. Die gewissenhaft edierten Textbände werden im Netz unter www.muehsam-tagebuecher.de begleitet von einem Anmerkungsapparat mit kommentiertem Namenregister, Sacherklärungen, ergänzenden Materialien, Suchfunktionen – so entsteht eine historisch kritische Ausgabe!
Erich Mühsam, Tagebücher 1 / 1910-1911, Verbrecher Verlag (www.verbrecherverlag.de), 352 Seiten, Leinenband mit Lesebändchen, ISBN 978-3-940426-77-2, 28 Euro.

 

Sam Shepard, Rolling ThunderSam Shepard, Rolling Thunder

Der Geist der Zeit hautnah, Gänsehaut verursachend.
Sam Shepard wollte gerade die Pferderanch, auf der er mit Jessica Lange lebt, neu einzäunen, als Bob Dylan anrief: er solle Drehbuchautor der Rolling Thunder Revue werden, seiner legendären Come-back-Tournee von 1975. Dylan zog in drei Bussen mit Freunden und Roadies durch die USA, bis er schließlich in New York den Madison Square Garden zum Sieden brachte. Im Duett mit Joan Baez sang er Blowin’ in the Wind und gemeinsam mit Mohammad Ali holte er den schwarzen Boxer Hurricane aus dem Gefängnis. Allen Ginsberg rezitierte Gedichte und gemeinsam besuchten sie das Grab Jack Kerouacs.
Sam Shepard, Rolling Thunder, S. Fischer Verlag
(www.fischerverlage.de), 192 Seiten,
ISBN 978-3-10-074431-9, 19,90 Euro.

 

Robert Gernhardt, Toscana miaRobert Gernhardt, Toscana mia

Das etwas andere Tagebüch – absolut beeindruckend, unterhaltsam und voller Humor.
Seit den siebziger Jahren verbrachte der Lyriker, Schriftsteller, Maler und Zeichner Robert Gernhardt einen großen Teil seiner Lebens- und Arbeitszeit im toskanischen Montaio. Seine Beziehung zu dem Ort und seinen Bewohnern, seine Begegnungen mit der faszinierenden, aber auch gefährdeten Natur und Kultur Mittelitaliens hat er in seinem vielgestaltigen Werk immer wieder zum Thema gemacht. Darüber hinaus enthalten seine Notiz- und Skizzenbücher, die legendären Brunnenhefte, eine Fülle von bislang unveröffentlichtem Toskana-Material in Wort und Bild. Der vorliegende Band – noch von ihm selbst geplant, von Kristina Maidt-
Zinke zusammengestellt und herausgegeben – gewährt erstmals Einblick in die Brunnenhefte und zeigt eine Sehnsuchtslandschaft der Deutschen aus Robert Gernhardts ganz besonderer Sicht.
Robert Gernhardt, Toscana mia, S. Fischer Verlag (www.fischerverlage.de), 368 Seiten, gebunden, ISBN 978-3-10-025512-9, 22,95 Euro.

 

Udo Lindenberg - Das Lindenwerk - 000 - Cover - LowResDer Greis ist heiß!
Udo Lindenberg feierte am 17. Mai
seinen 65. Geburtstag

Seine Markenzeichen sind Hut und Sonnenbrille. Er ist ein Meister der Selbstinszenierung und eine deutsche Ikone: Udo Lindenberg. Am 17. Mai feierte der Sänger und Maler seinen 65. Geburtstag und beweist: »Der Greis ist heiß!«
Nach riesigen Erfolgen, vor allem in den 1980er Jahren, erschien 2008 sein Album Stark wie Zwei, das wochenlang an der Spitze der Album-Charts stand. Ein grandioses Comeback! Letztes Jahr stürmten die Fans seinen Rock-Liner und auch sein Musical Hinterm Horizont wird in Berlin vom Publikum gefeiert. Udo Lindenberg ist heute angesagter denn je! In Ost und West berühmt wurde Udo Lindenberg mit Hits wie »Mädchen aus Ostberlin«, »Sonderzug nach Pankow« oder »Horizont«. Lindenbergs Sprachgefühl und seine Art, alltägliche Geschichten schnoddrig und treffend zu erzählen, begründen seine Popularität und machen ihn zu einem der Originale der
deutschen Musiklandschaft.
Der spektakuläre Bildband UDO LINDENBERG: STARK WIE ZWEI 2007–2010 zeigt den Sänger in Nahaufnahme: Die Fotografin Tine Acke begleitete mit ihrer Kamera den Sänger auf Tour, bei der Promo und dem gesamten Entstehungsprozess des erfolgreichsten Album des Hamburgers. Entstanden ist ein einzigartiges Porträt des Stars, denn niemand kennt Udo Lindenberg so gut wie Tine Acke: Sie ist die langjährige Lebensgefährtin des charismatischen Künstlers. Das LINDENWERK präsentiert in 11 Kapiteln Gemälde, Collagen, Comics, Zeichnungen und
Likörelle – denn Lindenberg kann auch malen! Die knalligen Bilder erinnern an Cartoons – auf vielen erscheinen hinreißend komische und treffende Selbstporträts des malenden Sängers mit Hut und Sonnenbrille. Der Bildband zeigt Udo Lindenbergs schönste Bilder und Skizzen und lädt zum Schmunzeln und Staunen ein.
UDO LINDENBERG - STARK WIE ZWEI - 000 - Verwendung nur im Rahmen einer Online-Galerie - Schwarzkopf & Schwarzkopf Verlag Berlin 2010
UDO LINDENBERG: STARK WIE ZWEI 2007–2010
Fotografien von Tine Acke
312 Seiten | Hardcover mit Schutzumschlag
Großformat 24 x 30 cm quer
ISBN 978-3-89602-990-4 | Preis 49,95 EUR (D)
Schwarzkopf & Schwarzkopf Verlag
Berlin 2010

Udo Lindenberg
Das Lindenwerk –
MALEREI IN PANIKCOLOR
Herausgegeben von Tine Acke
308 Seiten | ca. 300 farbige Abbildungen
Premium-Hardcover im Großformat 24 x 30 cm
ISBN 978-3-89602-824-2 | 49,90 EUR (D)
Schwarzkopf & Schwarzkopf Verlag
Berlin 2008.

 

Renate Schramm/Uschi Ackermann, Ein Mops, ein BuchRenate Schramm/Uschi Ackermann, Ein Mops, ein Buch

Möpse sind wieder in der Gesellschaft akzeptiert. "Sir Henry", bekannt als Charity-Mops und auf roten Teppichen zuhause, wurde 2010 sogar zum "Promi des Jahres" gewählt. In "Ein Mops, ein Buch" erinnert sich der berühmte Hund frech, bissig und voller Humor zu Themen wie Leinenzwang und Hundemode. Er kritisiert als stolzer Faltenträger Botox, beobachtet Halter und andere Hunde und plaudert die Geheimnisse der Society aus. Die Münchner Journalistin Renate Schramm hat Henry die Pfote geführt, außerdem wurde er liebevoll in allen Lebenslagen porträtiert. Ein Geschenk nicht nur für Freunde des Mopses.
Renate Schramm, Uschi Ackermann, Ein Mops, ein Buch - Sir Henry über Möpse und Menschen, Sanssouci Verlag (www.hanser-literaturverlage.de), ISBN 978-3-8363-0265-4, 9,90 Euro.

 

Marie Theres Kroetz Relin, Meine SchellsMarie Theres Kroetz Relin,
Meine Schells

„Wer bin ich?“, „Woher komme ich?“ und „Was ist wirklich wichtig in meinem Leben?“: Diese Sinnesfragen begegnen jedem von uns im Leben – doch nicht jeder stellt sich ihnen. Marie Theres Kroetz Relin beweist Mut und setzt sich mit ihren persönlichen Lebensfragen auseinander. Auf der Suche nach sich selbst, begibt Sie sich auf eine Reise zu ihren Vorfahren. Als ihre geliebte Mutter stirbt, ändert sich ihr Blick auf das eigene Leben und die „Reise ins Ich“ beginnt. In der vorliegenden Biografie „Meine Schells“ zeichnet die Schriftstellerin ein einfühlsames Familienporträt des berühmten Schell-Clans und zeigt wie sie ihren Platz darin gefunden hat.
Die Autorin nimmt den Leser mit auf eine spannende und anrührende Reise durch die Geschichte ihrer Familie und zeichnet mit viel Humor und Selbstironie das Leben des berühmten Schauspieler-, Künstler- und Intellektuellenclans nach. Beginnend mit den Ururgroßeltern und ihren Familienwurzeln in der Schweiz und in Österreich spannt sich der Bogen über ihren berühmten Onkel Maximilian, zu ihrer Mutter Maria bis hin zu ihrem Ex-Mann Franz Xaver Kroetz und den gemeinsamen Kindern. Besonders verbunden fühlt sie sich noch heute ihrem Großvater mütterlicherseits, Hermann Ferdinand Schell, dem Poet, der ein hingebungsvoller Lyriker und Dichter war. Ein sehr inniges Verhältnis pflegte sie als kleines Mädchen zu ihrer geliebten „Omutti“, Magarethe Schell von Noè, der Mutter von Marie Schell, die für sie immer eine „Ersatzmutti“ war, wenn die eigene Mama auf Reisen war. Aufgewachsen in dem Künstlerhaushalt der Großmutter, prägte sie schon früh die Musik Anton Bruckners, denn bereits ihre Urgroßmutter Elisabeth “Elsa“ Noè von Nordberg übte Klavier bei dem großen Komponisten, der sich in seine damals 16-jährige Schülerin unsterblich verliebte. Zwischen den Reisen in die Familienvergangenheit plaudert die Autorin in ihrem Buch „Meine Schells“ stets unterhaltsam über ihre eigene Familie, über ihre drei Kinder, Josephine, Magdalena und Ferdinand und erzählt sehr humor- und gefühlvoll über ihre eigenen kleinen und großen Familienerlebnisse.
Marie Theres Kroetz Relin wurde 1966 in München geboren. 1983 drehte sie ihren ersten Spielfilm Secret Places und war in den folgenden Jahren in verschiedenen Fernsehfilmen und -serien sowie in Sönke Wortmanns Kurzfilm Drei D zu sehen. Sie wurde 1987 als beste Nachwuchsschauspielerin mit der Goldenen Kamera ausgezeichnet. Doch mit dem Kennenlernen von Franz Xaver Kroetz (Baby Schimmerlos) entschied sich Marie Theres Kroetz Relin für eine „Karriere“ als dreifache Mutter und rief 2002 die Hausfrauenrevolution.com ins Leben. Heute ist sie freie Journalistin und Buchautorin.
Marie Theres Kroetz Relin, Meine Schells - Eine Familie gesucht und mich gefunden, Langen Müller Verlag (www.herbig.net), 389 Seiten, 42 Fotografien,
ISBN 978-3-7844-3251-9, 19,95 Euro.

 

Alfons Schweiggert, Karl Valentin und die PolitikAlfons Schweiggert,
Karl Valentin und die Politik
Mit einem Vorwort von Gerhard Polt

Karl Valentins Leben – das ist eine typisch deutsche Biografie, die in diesem Buch minutiös nachgezeichnet und politisch beleuchtet wird. Der bekannte Valentin-Biograph und Schriftsteller Alfons Schweiggert zog für dieses Buch alle erreichbaren Quellen zu Rate. Seine Darstellung ist informativ und gleichzeitig unterhaltsam. So gründlich wurde Karl Valentin noch nie unter die Lupe genommen – herausgekommen ist die Rechtfertigung eines Künstlers in einer schwierigen, ja tödlichen Zeit. Gerhard Polt verfasste das Vorwort zum Buch.
Der Tragikomiker Karl Valentin wurde 1882 geboren. Damals regierte in Bayern noch König Ludwig II. Der Beginn des 20. Jahrhunderts – 1900 wurde Valentin 18 Jahre alt – war von Kriegen und Revolutionen, von Not und Hunger geprägt. Valentins Leben spielte sich also in einem Zeitraum ab, der von mehr als einem Dutzend einschneidender politischer Phasen, weltbedeutender Ereignisse und Veränderungen geprägt war. In dem Buch „Karl Valentin und die Politik“ verdeutlicht der Autor Valentins Verhalten im Kontext zu den sich ständig ändernden politischen Verhältnissen und zu seinen dadurch fortwährend wechselnden Lebensumständen. Wie verhielt sich der große Tragikkomiker in diesen weltgeschichtlich brisanten Phasen? Wie reagierte er in seinem alltäglichen Leben und in seinem künstlerischen Schaffen auf die zahlreichen gravierenden politischen Ereignisse?
Mit dem Tod König Ludwigs II. im Juni 1886 begann nicht nur in Bayern die Endphase der Monarchie. Trotz industrieller Revolution glich die Gesellschaftsordnung deutschlandweit noch immer der dreigliedrigen alten Ständeordnung mit dem Kaiser und dem Adel an der Spitze. Den zweiten Stand bildeten das so genannte Besitz- und Bildungsbürgertum und den dritten Stand die Kleinbürger, Arbeiter und Bauern. In dieser Zeit verbrachte Valentin seine Kindheit in der Münchner Vorstadt Au und erlebte, wie die Monarchie vor ihrem Ende noch einmal aufblühte. 1888 kam Wilhelm II. als Deutscher Kaiser an die Spitze des Deutschen Reiches. In Bayern folgte Prinzregent Luitpold auf König Ludwig II. Die ein Viertel Jahrhundert währende Prinzregentenzeit von 1886 bis 1912 wurde für Bayern zu einem goldenen Zeitalter, in dem vor allem München zu einer wirtschaftlich und kulturell gleichermaßen bedeutenden Großstadt wurde. Ein Jahr vor dem Tod des Prinzregenten Luitpold, der 1912 starb, begann Valentin seine künstlerische Laufbahn als Komiker im Frankfurter Hof, wo er Liesl Karlstadt
kennen lernte.
Doch bald wurden seine Aktivitäten vom Beginn des Ersten Weltkriegs überschattet. Im August 1914 zogen die Deutschen unter Kaiser Wilhelm II. gegen Frankreich, Russland und England in den Krieg. Auch die Bayern beteiligten sich unter König Ludwig III. daran. Es begann ein vier Jahre währendes Gemetzel mit Millionen Toten. Von der anfänglichen Kriegbegeisterung war bald nichts mehr übrig. Die zivile Bevölkerung wurde von Hunger und Not zermürbt. Bei Karl Valentin entwickelte sich in dieser Zeit eine Aversion gegen Militarismus und Krieg. Er verstand, dass die Soldaten an der Front kein Kanonenfutter mehr sein wollten und dass Kriegsmüdigkeit und Abscheu gegen das sinnlose Morden zunahmen. Nach vier Jahren Krieg revoltierte das Volk. In der Novemberrevolution von 1918 lösten Arbeiter- und Soldatenräte die bisher herrschenden Kräfte ab. Von Kiel aus verbreiteten sich Aufstände über ganz Deutschland. Kaiser Wilhelm II. wurde gestürzt und floh ins Exil. Auch in München beendete die Revolution im November 1918 die Monarchie in Bayern. König Ludwig III. dankte ab. Ihn hatte Valentin einmal heftig verspottet und erhielt dafür ein sechswöchiges Auftrittsverbot. Die nun folgende Herrschaft der Arbeiter- und Soldatenräte war gekennzeichnet von Aufständen, Putschversuchen und Attentaten mit zahlreichen Toten. In München versuchten die Vertreter von zwei aufeinanderfolgenden militanten Räterepubliken die Herrschaft an sich zu reißen. Im Mai 1919 wurde die Räterepublik zerschlagen. Das Leben in München war in den folgenden Jahren von Arbeitslosigkeit, Hunger, zunehmender Geldentwertung, Streiks und parteilichen Streitigkeiten geprägt. Valentin waren diese
Wirren ein Graus.
Aus Angst vor neuen Unruhen und Umsturzversuchen trat am 6. Februar 1919 die verfassungsgebende Nationalversammlung in Weimar zusammen und wählte am 11. Februar Friedrich Ebert zum ersten Reichspräsidenten der Weimarer Republik, die bis 1929 Bestand  hatte. Doch auch die so genannten „goldenen zwanziger Jahre“, die ab 1924 begannen, waren immer wieder durch Unruhen gefährdet. Einen Abglanz dieser Jahre, die vor allem die Reichshauptstadt Berlin prägten, erlebte trotz aller Wirrnisse auch München. Valentin und Liesl Karlstadt entfalteten auf der Bühne und im Film ihre Karriere als das deutsche Komikerpaar. Am 8. und 9. November 1923 trat erstmals ein Mann namens Adolf Hitler in der deutschen Geschichte auf. Zusammen mit dem Weltkriegsgeneral Ludendorff und einigen tausend seiner Anhänger wollte er von München aus die Reichsregierung stürzen. Der „Hitler-Putsch“ scheiterte. Die Anführer kamen mit geringen Strafen davon. Erstaunlich ist, dass Hitler in seinen ersten Münchner Jahren immer wieder Valentinaufführungen besuchte und Gefallen an den  grotesken Szenen des Tragikomikers fand. Doch seine Begeisterung sollte
sich bald legen.
In den Kriegsjahren 1914 bis 1918 war das Geld immer weniger wert geworden.
Arbeitslosigkeit, Wohnungsnot und eine katastrophale Ernährungslage sorgten für zunehmende Unruhe in der Bevölkerung. 1923 begann die Geldentwertung zu galoppieren. Erst durch die Einführung einer neuen Währung und drastische Sparmaßnahmen gelang 1924 die Wende. Die Wirtschaft erholte sich etwas. Doch am 25. Oktober 1929, dem „Schwarzen Freitag“, kam es in New York, der Welthauptstadt der internationalen Finanzen, zu einem totalen Zusammenbruch der Börsenkurse. Die Sparer verloren ihr Geld, Banken brachen zusammen, große Unternehmen machten Bankrott, die Arbeitslosigkeit explodierte. Die relativ ruhigen Jahre der Weimarer Republik waren vorbei. Unter den Todeszuckungen der untergehenden Demokratie griffen die Nazis unter ihrem Führer Adolf Hitler nach der Macht. Am 30. Januar 1933 ernannte Reichpräsident Paul von Hindenburg Hitler zum Reichkanzler. Als Hindenburg am 2. August 1934 starb, übernahm Hitler das Amt des Reichspräsidenten, wurde Oberbefehlshaber der Reichswehr und nannte sich „Führer des Deutschen Reiches und
Volkes“. Der Alptraum der Naziherrschaft mit Terror, Judenvernichtung und Kriegstreiberei begann. Damals trug sich Valentin allen Ernstes mit dem Gedanken, zur Sicherung des Friedens auf der Welt ein Europa der vereinten Nationen zu gründen. Als man Valentin bei Anbruch des 3. Reiches fragte, was er denn dazu sage, meinte er: „I sag nix - des werd ma doch no sagn derfa.“
Mit dem Einmarsch der Deutschen Wehrmacht in Polen am 1. September 1939 stürzte Hitler die Welt in einen Zweiten großen Krieg und ließ sie in Flammen aufgehen. Im Dritten Reich fiel Valentin weder als Anhänger noch Gegner des Regimes besonders auf. Parteimitglied war er nie. Da Hitler Valentins Komik anfänglich schätzte, blieb er trotz manch gefährlicher Äußerungen unbehelligt, wenngleich sein 1936 entstandener Film „Die Erbschaft“ wegen angeblicher „Elendstendenzen“ verboten wurde. Bei einer persönlichen Begegnung Valentins mit Hitler sagte der Führer zu ihm: „Über Ihre Reden habe ich schon oft gelacht.“ Valentin entgegnete ihm: „Des is jetzt gspaßig, über Eahnane Redn hab i no nia glacht.“ Hitler fühlte sich brüskiert. Ein anderes Mal sinnierte er über den Führer: „Der Hitler hat Glück ghabt ghabt, daß er nicht Adolf Kräuter ghoaßn hat, sonst hätt ma immer `Heil Kräuter´ schrein müassn.“ Und als Hitler Amerika den Krieg erklärte, sahen einige Bekannte Valentins auf dem Globus nach. Sie deuteten auf die riesigen Flächen von Amerika und Russland. Da fragte Valentin: „Und Deutschland, wo liegt denn das?“ Einer nahm Valentins Finger und tupfte ihn auf einen kleinen Punkt Europas. Erschrocken fragte er: „Ja, weiß denn das der Hitler?“ Valentin kannte auch das Konzentrationslager Dachau. Zu einem Bekannten meinte er einmal: „Stell dir an ganz großen Platz vor. Und um den Platz eine hohe, zwei Meter dicke Mauer. Und um die Mauer einen ganz tiefen Graben. Und um den Graben an breitn, elektrisch geladenen Stacheldrahtverhau. Und auf der Mauer stehngan Maschinengewehr. Und zwischen dene Maschinengewehr patrouillieren schwerbewaffnete SS-Männer. - Aber wenn i wui, kimm i doch nei.“ Solche und andere Anekdoten belegen Valentins subversiv groteske, nonkonformistische Einstellung gegenüber der Diktatur des Dritten Reiches sowie gegenüber kriegerischen Auseinandersetzungen jedweder Art. 1933 stellte Valentin in seinem Panoptikum die maßstabsgetreue Nachbildung einer Guillotine auf. In diesem Juxmuseum „inszenierte er einige politische Anschläge und lenkte die Aufmerksamkeit der Besucher auf die Formen
politischer Gewalt.“
Von 1942 bis 1947 trat Valentin nicht mehr auf. Wo andere verbluteten, wollte er nicht mehr als Harlekin des Galgenhumors auf den Brettern stehen. Er zog sich nach Planegg zurück, von ihm als „Ausland“ bezeichnet. Dort verfasste er vereinzelt Artikel und Dialoge, die sich mit den Themen Krieg, Denunziation und Weltuntergang befassten. Seinen kargen Lebensunterhalt verdiente er mit Schreinerarbeiten und als Hausierer. Nach Kriegsende wollte er im Alter von 63 Jahren noch einmal neu anfangen. Er wollte wieder auf der Bühne auftreten, Filme
machen, Schallplatten aufnehmen, im Rundfunk seine Stücke aufführen. Doch nichts klappte. Er erhielt eine Absage nach der anderen und verfiel in tiefe Depressionen. Als es im Rundfunk gelang, doch einige seiner alten Platten zu spielen, kamen aus der bayerischen Bevölkerung zuhauf Protestbriefe: „...Aufhören mit dem Schmarrn  - schickt´s den Deppen hoam - wir wollen in dieser Zeit was wirklich Lustigs ...“ Valentin erfuhr davon und weinte vor Trauer, Wut und vor Hunger. Am Rosenmontag, den 9. Februar 1948, starb er, 66jährig, in seinem Haus in Planegg, aber nicht, wie oft behauptet wird, an Unterernährung und einer nicht auskurierten Erkältung, sondern in großer Einsamkeit an den vielen Enttäuschungen, die seine Kräfte schließlich überforderten. Ein wahrhaft „komisches“ Ende für einen Komiker.
Durchleuchtet man Valentins Einstellung zur Politik und seine Rolle im Dritten Reich, zeigt sich eine „typisch deutsche Biographie: zuerst angestachelt vom Kriegsfuror 1914, dann der Umschlag zu Sozialkritik, schließlich die Haltung eines pazifistischen Pessimisten.“ Valentins Widerstand kam aus dem Untergrund und „macht deutlich, dass er mit seiner Komik gegen die leere politische Rhetorik, gegen die Verschleierungen der Herrschenden und gegen den Machtmissbrauch anschrieb.“ Auch damit war er, wie dies Bertolt Brecht treffend formulierte „eine der eindringlichsten geistigen Figuren der Zeit“. Das Buch „Karl Valentin und die Politik“ verdeutlicht, dass Valentin alles andere war als ein bekennender Anhänger des Nazi-Regimes, auch kein Widerstandskämpfer, eher ein angstbesessener Komiker, dem das Entsetzen den Mund verschloss. Doch die scheinbar harmlosen Späße eines „Blödsinnmachers“ entwickelten trotzdem eine subversive Kraft. Der bayerische „Partikularist“, wie ihn Carl Zuckmayer nannte, versuchte in einem totalitären System als Pazifist und Nonkonformist zu überleben. „Er hatte das Grauen vor `der Partei´“, notierte Wilhelm Hausenstein – er hatte die Panik vor ihr. Dies war genau die ihm von seiner seelischen Konstitution her zugeordnete Haltung, und niemand darf sich angesichts dieses psychologischen Sachverhaltes unterstehen wollen, zu mäkeln, dies sei zu wenig gewesen.”
Alfons Schweiggert, Karl Valentin und die Politik, mit einem Vorwort von Gerhard Polt, Michaelsbund Verlag (www.st-michaelsbund.de), 192 Seiten,
ISBN 978-3-939905-84-4, 14,90 Euro.

 

Boris Kalnoky, AhnenlandBoris Kalnoky, Ahnenland

Auf diese Reise geht man gerne mit – spannend und informativ, eine Lesevergnügen erster Art. Und man bekommt Sehnsucht – einmal nach Kálnokys Ahnenland, aber auch nach seinem eigenen.
Als Boris Kálnokys Großvater Hugó aus dem kleinen Dorf in Transsilvanien in die weite Welt hinaus wollte, kam er nicht weit: Auf halbem Weg verliebte er sich und führte seine Herzensdame kurzerhand ins Schloss zu Köröspatak zurück. Über 700 Jahre lebte das Adelsgeschlecht der Kálnokys dort am Fuße der Karpaten – einem heiß umkämpften Landstrich in der Mitte Europas, der bis heute von einem Völkergemisch aus Ungarn, Deutschen und Rumänen bewohnt ist. Ebenso bewegt wie die Geschichte ihres Landes ist auch die Familiengeschichte der Kálnokys: Königsrichter und Rebellen, Hasardeure und Husaren, k.u.k.-Minister und Literaten sind aus ihr hervorgegangen. 1938 wurde die Familie dann von den Rumänen des Landes verwiesen –
und später enteignet.
Boris Kálnoky kannte das Land seiner Vorfahren lange Zeit nur aus Erzählungen. Als er erstmals zum einstigen Schloss seines Großvaters reiste, war er nicht darauf gefasst, mitten im Nirgendwo plötzlich die Seele seiner Familie zu finden – und dem Zauber der Heimat
zu erliegen …
Boris Kálnoky, Ahnenland, Droemer Verlag (www.droemer-knaur.de), 496 Seiten,
ISBN 978-3-426-27465-1, 22,99 Euro.

 

Reeh_CoverpAlexander Reeh aus Maisach
straft alle Vorhersagen Lügen
Junger behinderter Autor
greift nach den Sternen

Der 21-jährige Alexander Reeh aus Maisach bei München, hat bei seiner Geburt aufgrund eines Ärztefehlers einen irreversiblen Gehirnschaden erlitten. Schon früh erklärten Experten, dass er vermutlich nie Lesen und Schreiben lernen und auch kein „normales Leben“ führen werde.
Das war ein Irrtum.

Nach der vierten Klasse verwehrte ihm sein Rektor mit der Begründung, in dessen Schule würde man seinem Förderbedarf nicht gerecht, den Übertritt in die Hauptschule. Wegen seiner Behinderung sollte Alex eine Sonderschule besuchen, in der die Pädagogen nicht viel Zeit für den behinderten Jungen opfern hätten können, denn dort wären auch Mitschüler mit ganz anderen Problemen gewesen. Alexanders Mutter nahm damals den Sohn von der Schule, unterrichtete ihn selbst, wurde selbstverständlich verklagt und mit Bußgeld zur Kasse gebeten. Ein böses Spiel von Klägern und Beklagten begann, die Medien berichteten ausführlich. Seine Lebensgeschichte „Immer nach den Sternen greifen“, in der Alexander unter anderem über seine Kindheit, seine interessanten Hobbys und seine persönliche Begegnung mit Papst Benedikt XVI berichtet, ist ein Plädoyer dafür, dass Glück und die Aussicht auf ein erfülltes Leben nicht nur davon abhängen, was uns in die Wiege gelegt wurde. Dass man sein Leben selbst in die Hand nehmen muss und kann.
Heute ist er ein junger Mann und Künstler, der bereits die halbe Welt bereist hat, Australien, Thailand und heuer Rovaniemi in Lappland in Finnland, Aquarelle malt und schreibt. Alexander ist ein großer Tierliebhaber. Er besitzt einen Mops, der seit fünf Jahren sein ständiger
Begleiter ist, und Meerschweinchen. Tauchen Sie ein in Alexanders Lebensgeschichte und lassen Sie sich einfangen von Freiheit, Hoffnung, Schmerz und Glück – von allen Facetten menschlicher Emotion.
Alexander Reeh, Immer nach den Sternen greifen, Engelsdorfer Verlag
(www.engelsdorfer-verlag.de), Taschenbuch 110 Seiten, zahlr. farb. u. sw. Abb.,
ISBN 978-3-86901-753-2, 10 Euro.

 

Patti Smith, Just Kids - Die Geschichte einer FreundschaftPatti Smith, Just Kids - Die Geschichte einer Freundschaft

Berührend, kurzweilig und fesselnd: Zeitdokument und Roadmovie zugleich. Ein autobiographisches Meisterwerk von Patti Smith, Ikone der Punk-Bewegung, Dichterin und Ausnahmekünstlerin.
Patti Smith führt uns in das New York der frühen Siebzigerjahre, in eine Ära, die für sie vor allem von der tiefen Freundschaft zu einem Menschen geprägt wird: dem später zu Weltruhm gelangten Fotografen Robert Mapplethorpe. Just Kids erzählt die bewegende Geschichte zweier Seelenverwandter, die für und durch die Kunst leben, und entwirft zugleich ein betörendes Bild einer revolutionären Epoche. Als Patti Smith und Robert Mapplethorpe sich im Sommer 1967 in New York kennenlernen, sind sie beide 20 und ohne einen Pfennig in der Tasche auf der Suche nach einem freien Leben als Künstler. Eine intensive Liebesgeschichte beginnt, die später in eine tiefe Freundschaft übergeht. Von Brooklyn ziehen sie ins Chelsea Hotel, wo Patti Smith Bekanntschaft macht mit Janis Joplin, Allen Ginsberg, Sam Shepard, Todd Rundgren, Tom Verlaine und vielen anderen Künstlern. Patti Smith taucht ein in die Welt der Rockmusik und wird zu einer der einflussreichsten und stilprägendsten Künstlerinnen des Jahrzehnts. Auch wenn sich ihre Wege zwischendurch trennen, bleiben Patti und Robert bis zu dessen Tod im Jahr 1989 eng verbunden.
Just Kids, halb Elegie, halb Romanze, entwirft ein so noch nicht gesehenes Bild einer aufregenden Epoche und besticht durch die Offenheit, Wärme, den feinen Humor und die große sprachliche Kraft, mit der Patti Smith erzählt. Radikal, zärtlich und unverwechselbar eigen ist hier die Künstlerin Patti Smith als Schriftstellerin zu entdecken. Mit zahlreichen Abbildungen aus dem Privatarchiv von Patti Smith und Robert Mapplethorpe.
Patti Smith, Just Kids - Die Geschichte einer Freundschaft, Verlag Kiepenheuer & Wietsch (www.kiwi-verlag.de), 336 Seiten, Gebunden, ISBN 978-3-462-04228-3, 19,95 Euro.

Weitere empfehlenswerte Bücher vom selben Verlag:
"David Grann, Die versunkene Stadt Z“
und
„Don DeLillo, Der Omega Punkt“

 

Bühnenstar Josefine Jansen und
ihre spannende Autobiografie „Hautnah“


„Hautnah“ – unter diesem prägnanten Titel hat die Schauspielerin Josefine „Jo“ Jansen ihre Lebensgeschichte auf 450 Seiten festgehalten (novum Verlag, € 23,90, www.novum-verlag.com). Und hier nimmt die 82-Jährige kein Blatt vor den Mund, beschreibt mit schonungsloser Offenheit und mit emotionaler Intensität, wie sie unter anderem Hitler, Nazideutschland, Krieg, Ausbombung und Flucht übersteht und dabei unbeirrbar ihre Schauspielkarriere verfolgt.
Ab 1945 spielt sie bei verschiedenen Wanderbühnen, gründet ihr eigenes Tournee-Theater. Mit 22 begegnet Josefine Jansen ihrer großen Liebe Hannes Weiler, die leidenschaftlich beginnt und dramatisch endet. Als sie ein paar Jahre später den Diplomaten Edward Jansen kennenlernt, taucht sie ein in ein atemberaubendes Leben in Paris, Monrovia (Liberia), Kinshasa (Kongo), Washington, Bagdad und Tokyo. Mit der überall neu gegründeten „Studio Bühne“ macht sie 27 Jahre lang deutschen Theater, sie inszeniert, entwirft und näht aufwändige Bühnenkostüme, kümmert sich um die Maske und steht nebenher selbst auf der Bühne. 1986 kehrt sie nach Deutschland zurück, lebt seit dem Tod ihres Mannes in München und in Sarasota/Florida.

Daniela Schwan besuchte Josefine Jansen in ihrem Haus in Nordschwabing und ist schwer beeindruckt von den Erinnerungen aus aller Welt.
Hallo Frau Jansen, Ihr Resümee nach über 80 Lebensjahren?
Josefine Jansen: „ich habe viel Schönes erfahren, aber auch sehr viel Schlimmes durchgemacht, den Krieg hautnah mitbekommen, persönliche Desaster erlebt und heißgeliebte Menschen verloren. Aber all diese Erfahrungen, so negativ sie auch waren, zogen immer positive Ereignisse nach sich. Rückwirkend setzt sich alles wie ein Puzzle zusammen, das ist mir beim Schreiben des Buches erst so richtig klar geworden. Wenn ich mein Leben noch mal leben könnte, würde ich alles ganz genauso machen und erleben wollen.“

Wen wollen Sie mit Ihrem Buch hauptsächlich ansprechen?
Josefine Jansen: „Alle, füllt es doch eine Lücke! Ältere Leser werden sich mit dem welterschütternden Geschehen identifizieren, jüngere können ihren Wissensdurst, mehr über diese Periode deutscher Geschichte zu erfahren, befriedigen. Alle Leser aber werden berührt sein von dieser Lebens- und Liebesgeschichte, die ihre eigenen Emotionen und Erinnerungen aufleben lassen. Darüber hinaus ist alles authentisch, selbst erlebt und dadurch glaubhaft.“

Wie lautet Ihre Botschaft?
Josefine Jansen: „Liebe und Ausdauer können Berge versetzen! Und: wenn du etwas wirklich willst – tu es, es wird dir gelingen! Ich will Menschen Mut machen, sie ermuntern, sich nicht aufzugeben und nach vorne zu blicken! So habe ich mir immer meine Neugierde bewahrt, bin für fast alles aufgeschlossen, versuche mit der Zeit und mit den modernen Medien zu gehen und meine positive Lebenseinstellung nicht zu verlieren.“

Was waren die einschneidenden Stationen in Ihrem Leben?
Josefine Jansen, nippt an der Teetasse und seufzt: „Ach Gott, da weiß ich gar nicht, wo ich anfangen soll! Zum Beispiel als ich von meiner großen Liebe Hannes schwanger wurde, und er mich verließ. Er war psychisch sehr labil, lebte über seine Verhältnisse und landete schließlich auch im Gefängnis. Zu dem Zeitpunkt war mir schon klar, dass es keine Zukunft für uns gibt und eine Welt brach für mich zusammen. Die Abtreibung, für die ich mich erst nach Wochen entschied, wurde von einer `Engelmacherin` nach einer primitiven Methode vorgenommen - ein Wunder, dass ich den Eingriff überlebte! Aber in den 50-igern war es eine Schande, als unverheiratete Frau ein Kind zu bekommen. Zwei Jahre später lernte ich meinen späteren Mann Eduard Jansen kennen, mit dem ich 34 wundervolle Jahre lang verheiratet war. Er machte mir übrigens in einer Jazzkneipe in Paris einen Heiratsantrag, obwohl wir uns noch nicht einmal geküsst hatten. Weitere wichtige Stationen waren meine Auslandsarbeit auf den unterschiedlichsten Bühnen, sowie meinen Auftritte und Inszenierungen der „Studio Bühne“ im „Unterholz“ im Künstlerhaus am Lenbachplatz ab 1986.”

Noch mal zurück zum Thema „große Liebe“: Glauben Sie, für jeden gibt es nur eine auf dieser Welt?
Josefine Jansen: „Glücklich ist derjenige, der sie überhaupt erleben darf! Die echte, wahre große Liebe ist sehr selten…. Leidenschaftlich und brodelnd emotional. Und meist endet sie dramatisch. Doch glücklicherweise gibt es verschiedene Arten von Liebe, die der
großen Liebe gleichen.“

Sie verbringen jedes Jahr ein paar Monate in Sarasota/Florida. Wie leben Sie dort?
Josefine Jansen: „Ich nutze das riesige kulturelle Angebot, gehe jeden Tag schwimmen, treffe Freunde und schreibe an der Fortsetzung meiner Lebensgeschichte, die noch immer sehr viel Stoff bietet. Die Drehbuchfassung habe ich bereits fertig gestellt, und die englische Version meiner Biographie ist 2004 schon auf dem amerikanischen Buchmarkt erschienen. Dort wie auch hier lebe ich sehr bewusst und bin dankbar für alles, was ich erleben durfte –
und noch erleben werde.“

 

Dr. Martha Schad im siebten Himmel
Ihr Buch „Gottes mächtige Dienerin“
wird mit Christine Neubauer verfilmt

Dr. Martha Schad: „Ich schwebe natürlich auf Wolken, dass mein Buch "Gottes mächtige Dienerin - Schwester Pascalina und Papst Pius XII." nun verfilmt wird. Im vergangenen November durfte ich mein Buch Papst Benedikt XVI. übergeben, der Schwester Pascalina kannte und bei ihrer Beerdigung im Campo Santo als Kurienkardinal Ratzinger anwesend war.“ Der Papst nahm das Buch durchaus wohlwollend und sagte zur Dr. Schad, „dass er davon schon von seinem Bruder Georg gehört habe, dem es vorgelesen worden war. Ich zeigte dem Heiligen Vater auch das in meinem Buch vorhandene Foto, das ihn bei der Beerdigung von Schwester Pascalina 1983 in der Kirche im Campo Santo Teutonico zeigt. Er bestätigte das, was er schon als Kurienkardinal gesagt hatte, dass Madre Pascalina „als Haushälterin und Sekretärin durch ihre praktische, nüchterne Art verstanden hat, für Pius XII. den menschlichen Lebensraum zu schaffen, den er brauchte, um seiner Aufgabe in einer schwierigen Zeit gerecht werden zu können.“
Dr. phil. Martha Schad, geb. am 12.3.1939 in München, hat an der an der Universität Augsburg von 1980 bis 1984 Geschichte und Kunstgeschichte studiert, Promotion mit der Arbeit "Die Frauen des Hauses Fugger von der Lilie". Verheiratet, zwei Kinder, Annette und Albert und zwei Enkelkinder Maximilian und Magdalena. Freiberufliche Historikerin und Buchautorin. Sie ist ehrenamtliche Heimatpflegerin der Stadt Augsburg für kulturelle Angelegenheiten und Ehrenvorsitzende des Richard Wagner Verbandes Augsburg. „Gottes mächtige Dienerin" (AT) ist eine Koproduktion der Ziegler Film Berlin (Produzentin Regina Ziegler) mit EOS Entertainment, Zieglerfilm Köln sowie der ARD Degeto und des Bayerischen Rundfunks für Das Erste, gefördert mit Mitteln der Filmstiftung NRW und des FFF Bayern. Ausführender Produzent ist Wolfgang Hantke. Das Drehbuch schrieben Henriette Piper und Gabriele Scheidt. Die Redaktion liegt bei Hans-Wolfgang Jurgan (ARD Degeto). Unter der Regie von Marcus O. Rosenmüller spielen Christine Neubauer, Remo Girone (als Papst Pius XII.), Thomas Loibl, Wilfried Hochholdinger, Ulrich Gebauer u.v.a. Gedreht wird in Nordrhein Westfalen, Bayern und Italien, voraussichtlich bis Mitte November.
Vierzig Jahre an der Seite von Papst Pius XII. – nie hatte eine Frau im Vatikan soviel Einfluss wie Schwester Pascalina (1894-1983) aus Altötting. Sie stieg von der einfachen Haushälterin zur unentbehrlichen und mächtigen Privatsekretärin des Papstes auf. Eng vertraut mit den Kardinälen Francis Spellman und Michael von Faulhaber unterstützte sie in der Nachkriegszeit durch ihre Arbeit im päpstlichen Hilfswerk tatkräftig die Aufbauarbeit in Deutschland und speziell in Bayern. Martha Schad zeichnet in ihrem Buch „Gottes mächtige Dienerin“ das facettenreiche Leben der „Hüterin des Papstes“ anhand bisher unveröffentlichter Briefe und Dokumente nach. „Die Frau, die hier gegen das Vergessen großer Frauen anschreibt, weiß worauf sie sich einlässt. Die Intensität ihrer Arbeit entspringt den Lebenserfahrungen einer Frau, die erst im Alter von 40 Jahren zur historischen Wissenschaft gefunden hat.“ So beschreibt übrigens die Journalistin Elisabeth Morhard treffend die Autorin.

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